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Wiesenburg Verwaltung hat sich verrechnet: Mobile Entsorgung wird noch teurer
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Verwaltung hat sich verrechnet: Mobile Entsorgung wird noch teurer
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19:55 10.02.2019
Die Gebühren für die Abwasserentsorgung in Wiesenburg/Mark werden erhöht – die Verwaltung hatte sich bei der Berechnung vertan. Quelle: Dirk Fröhlich
Wiesenburg/Mark

Die Preise für die mobile Abwasserentsorgung in der Gemeinde Wiesenburg/Mark werden wohl noch höher ausfallen als zunächst angekündigt.

7,68 Euro je Kubikmeter bei Grundstücken (mit Saugstutzen direkt an der Straße) und 7,94 Euro je Kubikmeter, wo die Aufnahme auf dem Gehöft erfolgen muss, stehen jetzt im überarbeiteten Entwurf der Gebührensatzung.

Das sind noch einmal je 16 Cent mehr als vor zehn Tagen im Hauptausschuss zur Debatte gestanden hatten. In der Sitzung der Gemeindevertretung am Dienstagabend wird dennoch die Beschlussfassung dafür angestrebt.

Hintergrund ist ein Fehler in der jüngst vorgestellten Kalkulation. Das hat Kämmerin Kornelia Feldmann eingeräumt. Demnach hatte sie für die Berechnung den exakt ablesbaren Trinkwasserverbrauch als Grundlage angesetzt.

Für jene Haushalte, welche am Kanal angeschlossen sind, ist das üblich. Für die mobile Entsorgung gilt indes als Rechenbasis, was das Unternehmen tatsächlich anliefert – also nur 28 900 statt 36 700 Kubikmeter im Jahr. Entsprechend müssen die Kosten auf weniger Volumen umgelegt werden, was die Mengengebühr jedoch steigen lässt. Der Schritt von derzeit von noch 5,60 Euro je Kubikmeter – pauschal ohne die künftige Unterscheidung des Aufwandes beim Abpumpen der Sammelgruben – ist ohnehin erheblich.

Des einen Leid ist des anderen Freud‘. Denn entsprechend größer ist jetzt die Abwassermenge, welche den Direkteinleitern in Kanal und Klärwerk zuzurechnen ist. Folgerichtig können müssen die Haushalte in Jeserig/Fläming, Neuehütten, Reetz, Reetzerhütten, Schmerwitz und Wiesenburg nicht ganz so viel bezahlen wie zunächst gedacht. 4,28 Euro statt 4,38 Euro je Kubikmeter werden nunmehr fällig, wie es heißt.

Es bleibt natürlich ebenfalls eine Erhöhung. Bisher sind lediglich 4,08 Euro je Kubikmeter üblich gewesen. Der Wiesenburger Ortsvorsteher Bernd Müller hatte den Fehler bereits bei der Vorstellung des Papiers entdeckt.

In der jüngsten Beratung des Hauptausschusses konnte das Problem jedoch noch nicht endgültig aus dem Weg geräumt werden. Nach erfolgter Rücksprache im Wiesenburger Rathaus hat die Verwaltung nunmehr die geänderten Entwürfe in dieser Woche an die Parlamentarier versendet und hofft dennoch auf deren Zustimmung am Dienstagabend, um handlungsfähig zu werden.

Von René Gaffron

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