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Wiesenburg „Cammertänzer“ beim Brotfest in Lwowek
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg „Cammertänzer“ beim Brotfest in Lwowek
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18:16 28.08.2018
Tanzen in traditionellen Trachten boten die polnischen Gastgeber beim Brotfest in Lwowek. Quelle: Andreas Koska
Wiesenburg/Lwowek

Stehende Ovationen für die „Cammertänzer“: Das Tanzensemble aus Cammer ist am Wochenende beim Brotfest im polnischen Lwowek aufgetreten und hat für seine Darbietung viel Applaus bekommen.

Beim 19. Feiertag des Brotes wurde außerdem ordentlich gefeiert: Für die dem deutschen Erntedankfest ähnlichen Feierlichkeit hatten die deutschen Vertreter auch drei Brote im Gepäck. Sie waren mit Blumen geschmückt und mit der Wiesenburger Schlosssilhouette, Ähren und der Aufschrift „LAG Fläming-Havel“ verziert. Beide Kunstwerke hat Bäckermeister Christian Gericke aus Bad Belzig gebacken. Nach einem Umzug durch die Stadt wurden die Brote auf dem Festplatz geschnitten und an die Besucher verteilt.

Tänzer des Ensembles der Cammertänzer und andere Vertreter aus Wiesenburg haben die polnische Stadt Lwowek besucht, mit der seit vielen Jahren eine Freundschaft besteht.

„Vorurteile beseitigen, gegenseitig kennen lernen“

Eingeladen waren die Tänzer von der LAG Fläming-Havel, die mit der polnischen Aktionsgruppe KOLD in Polen eine Partnerschaft pflegt. So waren nicht nur die Cammertänzer angereist. Mit dabei waren auch Wiesenburgs Altbürgermeisterin Barbara Klembt und ihr Nachfolger Marko Beckendorf (Die Linke). Auf Klembts Anregung hin und durch das Bestreben der LAG Fläming-Havel wurde vor sechs Jahren die Partnerschaft zwischen Wiesenburg und Lwowek geschlossen.

„Europa kann nur dann zusammenwachsen, wenn wir Vorurteile beseitigen und uns gegenseitig kennenlernen", sagte Barbara Klembt am Wochenende. Eine Ansicht, die Lwoweks Bürgermeister Piotr Dlugosz teilt. „Wir pflegen eine intensive Zusammenarbeit", freute sich der polnische Stadtchef. An diesem Wochenende durfte er neben den Gästen aus Wiesenburg auch Delegationen aus Frankreich, der Slowakei begrüßen.

Es wäre noch mehr möglich

„Die Erwartungen haben sich erfüllt", resümierte Klembt die positiven Erfahrungen des Austausches. Besonders hob sie das damit verbundene Engagement des Erziehers und Jugendkoordinators Carsten Neumann hervor. Neumann organisiert regelmäßig Begegnungen der Sportvereine und will nun auch eine Partnerschaft zwischen den Grundschulen in Wiesenburg und Lwowek auf den Weg bringen. Darüber hinaus gibt es zwischen den Feuerwehren mittlerweile ebenfalls ein reger Austausch.

Dennoch sieht Wiesenburgs Bürgermeister Marko Beckendorf an einigen anderen Stellen Verbesserungsmöglichkeiten, die beide Gemeinden noch stärker miteinander verbinden könnten.

Als Beispiel nannte er den Straßenausbau. „Es wäre nicht schlecht, wenn es in den Verwaltungen einen Mitarbeiteraustausch gäbe, sodass jemand von uns in Lwowek hospitieren könnte und umgekehrt", so eine seiner Ideen – auch, wenn dabei die Sprachbarriere ein Hemmnis darstellen könnte. Die Stadt Lwowek und die Gemeinde Wiesenburg haben eine ähnliche Größe und seien dementsprechend gut miteinander vergleichbar, so das Wiesenburger Stadtoberhaupt.

Anregungen für neue Traditionen

Auch die Vertreter der LAG fanden Anregungen für den Fläming. Die Idee eines Suppenwettbewerbs, an dem 25 Kochmannschaften vor den Augen der Besucher über offenem Feuer kochten, sei durchaus übertragbar. „So etwas könnte man sicher auch bei uns durchführen", sagte die Reiseorganisatorin und LAG-Mitarbeiterin Uta Hohlfeld.

Von Andreas Koska

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