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Wiesenburg Feuerwehr wirbt mit offenen Toren um Nachwuchs
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Feuerwehr wirbt mit offenen Toren um Nachwuchs
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13:23 03.09.2018
Erst Ausfahrt: Beim Tag der offenen Tür der FFW Wiesenburg gab es viel zu erleben. Quelle: Christiane Sommer
Wiesenburg

„Was die Feuerwehrleute hier auf die Beine stellen, finde ich gut. Sie sind sehr engagiert“, sagt Anja Feistner. Die junge Frau aus Wiesenburg besucht mit ihrem Sohn Oskar den Tag der offenen Tür bei der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr. Ob der Dreijährige eines Tages die Reihen der Kameraden stärken wird, steht in den Sternen. Noch begeistern ihn am Öffentlichkeitstag am Sonntag allein Spiel und Spaß.

Beim Tag der offenen Tür der FFW Wiesenburg fachsimpeln Roland Selent und Tobias Schulz von der Wehrführung mit Raphael Thon (v.l.n.r.) aus Bad Belzig. Quelle: Christiane Sommer

Doch genau darin sehen die Kameraden den Schlüssel zur Nachwuchsgewinnung. Seit knapp zehn Jahren laden sie einmal im Jahr in die Wache, um sich vorzustellen, um die Einsatztechnik zu präsentieren und um Einblick in ihre ehrenamtliche Arbeit zu geben. „Rückblickend kann man durchaus sagen, dass so ein Tag positive Effekte nach sich zieht“, schätzt der stellvertretende Ortswehrführer Tobias Schulz ein.

Beim Tag der offenen Tür der FFW Wiesenburg gab es viel zu erleben. So auch für Oskar Feistner. Quelle: Christiane Sommer

Wenn auch nicht alle Mädchen und Jungen, die durch Öffentlichkeitstage neugierig geworden sind später dauerhaft die Übungsnachmittage besuchen, steht die Wiesenburger Kinder- und Jugendwehr auf soliden Füßen. Knapp 40 Mädchen und Jungen sind aktuell dabei. Am Sonntag waren auch sie auf den Beinen. Sie zeigen, was sie bereits gelernt haben und helfen, die Mitmachangebote abzusichern.

Mit dem Garant zum Rathausbrand

Vor Ort sind auch Kameraden aus Bad Belzig. Sie präsentieren Einsatztechnik, über die die Wiesenburger Wehr nicht verfügt. In diesem Jahr haben die Blauröcke aus der Kur- und Kreisstadt ihren neuen Gerätewagen Gefahrgut dabei. Fachsimpeleien bleiben da nicht aus. Die guten kameradschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Wehren bestehen bereits über Jahre. „Wir arbeiten auch in Einsätzen sehr gern mit den Bad Belzigern zusammen“, sagt Schulz und kommt wieder auf den Nachwuchs zu sprechen. So haben die Mädchen und Jungen aus beiden Feuerwehren ein Musikstück einstudiert, dass in der vergangenen Woche bereits während des Altstadtsommers in Bad Belzig seine Premiere erlebte.

Neues Auto erwartet

Die Wiesenburger Feuerwehr wurde im April 1913 gegründet.

Die erste Bewährungsprobe musste im Dezember 1913 bestanden werden. Eine Feldscheune stand in Flammen.

1995 konnte das neue Gerätehaus am Borner Weg bezogen werden.

Aktuell zählt die Wehr 30 aktive Einsatzkräfte und kann die Tagesbereitschaft absichern.

Zur Fahrzeugflotte gehören ein Löschgruppen- und ein Tanklöschfahrzeug sowie ein Vorausrüst- und ein Mannschaftstransportwagen.

Im Dezember steht die Übergabe eines Löschgruppenfahrzeug zur Hilfeleistung bevor.

Mit Blick auf die vielen Alarmierungen, die die Blauröcke in diesem Jahr in Atem hielten, sagt Schulz: „Dann noch den Tag der offenen Tür zu stemmen, verdient Hochachtung.“ Schließlich muss nach jedem Einsatz die Technik wieder gewartet werden. „Die Aus- und Weiterbildung der Kameraden ist während dieser Zeit auch noch uneingeschränkt weitergelaufen“, erzählt der 27-Jährige.

Männerquartett an der Feldküche

Mit den aktiven Kameraden waren am Sonntag auch die Mitglieder des Feuerwehrvereins und Angehörige im Einsatz. Sie sorgen unter anderem für das leibliche Wohl. Was von nicht unerheblicher Bedeutung ist. Mit Wehrführer Ronald Selent, Wilfried Zehnsdorf, Alfons Schmidt und Rainer Birkefeld zeichnet beispielsweise ein rein männliches Quartett für den Betrieb der Feldküche verantwortlich.

Beim Tag der offenen Tür der FFW Wiesenburg bedient Alfons Schmidt mit der Männerriege die Feldküche. Quelle: Christiane Sommer

Lediglich bei den vorbereitenden Arbeiten stand ihnen weibliche Unterstützung zur Seite. 250 Liter Erbsensuppe sind zur Mittagszeit fertig. Jörg Aßmann ordert bei den Freizeitköchen gleich sechs Portionen Suppe. „Die sind für zu Hause“, erklärt der Wiesenburger. Für ihn gehören der Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr und Erbsensuppe aus der Gulaschkanone untrennbar zusammengehören, erzähl er. Am Nachmittag will der Wiesenburger wiederkommen, den Vorführungen zusehen und die Fahrzeugflotte begucken. Da stehen hochmoderne Einsatzfahrzeuge neben liebevoll restaurierten Oldtimern. Unter anderem auch der 1958 in Dienst gestellte Garant der Wiesenburger. Als 1972 das Belziger Rathaus in Flammen stand, eilten die Blauröcke mit diesem Fahrzeug zur Hilfeleistung dorthin. Dass es an Gesprächsstoff nicht mangelt, ist da nicht verwunderlich.

Von Christiane Sommer

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