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Wiesenburger Familientreff soll bald starten

Soziales Wiesenburger Familientreff soll bald starten

In reichlich einem halben Jahr soll das Familienzentrum der Gemeinde Wiesenburg/Mark startklar sein. Doch noch wird der von Anne Leschke geleitete Arbeitskreis zur Etablierung des genrationsübergreifenden Angebotes skeptisch begleitet. Es gibt schließlich reichlich offene Fragen.

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Theater und Lesungen für Kinder gab es schon in der Wiesenburg Kunsthalle. Ob sie künftig Familienzentrum sein soll, ist vor Ort umstritten.

Quelle: Archiv

Wiesenburg. Die Etablierung eines Familienzentrums in der „Perle des Flämings“ wird voran getrieben. In einem Interessenbekundungsverfahren sollen demnächst Diakonisches Werk, Arbeiterwohlfahrt, Kinderförderverein „Wir“, Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark sowie die SPI-Stiftung gefragt werden, ob und wie sie die Trägerschaft realisieren können und wollen. Das hat Anne Leschke von der Arbeitsgruppe Familienzentrum jetzt angekündigt.

In der Gemeindevertretung Wiesenburg/Mark hat sie über den Stand der Dinge berichtet. Die 4300-Einwohner-Kommune ist im Landkreis Potsdam-Mittelmark eine der letzten ohne solch ein Angebot und will es nach Aussage der Schmerwitzerin zum 1. Januar 2017 doch an den Start bringen.

Gleichwohl es vor Ort ebenfalls schon Beschlüsse zur Schaffung einer solchen Stelle gibt, begleitet nach wie vor Skepsis die Argumentation der Protagonisten aus dem Arbeitskreis. Einmal mehr hat deshalb Anne Leschke versucht darzustellen, dass es am wenigsten um konkurrierende Angebote zur Freizeitbeschäftigung von Kindern gehe. Vielmehr seien deren Koordinierung, ergänzende pädagogische Eltern- und Erzieherarbeit sowie generationsübergreifende Angebote gefragt.

Neben der Aufgabenbeschreibung und Stellenstruktur bleibt der Standort umstritten. Nicht zuletzt Marco Beckendorf (Linke) favorisiert die Kunsthalle. Geht es nach dem Bürgermeister soll das Gebäude mit knapp 300 Quadratmetern Grundfläche barrierefrei ausgebaut werden. Neben Büro- oder Beschäftigungsraum könnte der Saal effektiver genutzt werden. Für die Herrichtung kalkuliert der Verwaltungschef mit Kosten von 250 000 Euro, wobei möglichst 80 Prozent aus dem Leader-Budget der Europäischen Union und 20 Prozent aus dem Ausgleichsfonds des Landkreises kommen sollten.

Das Personal-Puzzle

Aktuell hat die Gemeinde Wiesenburg/Mark eine real nicht ausgefüllte 40-Stunden-Stelle für einen Jugend-Koordinator und eine 30-Stunden-Stelle für die Schulsozialarbeit (in Hoheit des Diakonischen Werkes).

Künftig könnte eine – weitgehend vom Kreis Potsdam-Mittelmark finanzierte – 40-Stunden-Stelle für das Familienzentrum hinzukommen. 10 Stunden davon sollten laut Wiesenburger Arbeitskreis von der Schulsozialarbeiterin wahrgenommen werden; deren reine Schulsozialarbeit lediglich noch 20 Stunden betragen würde. Der möglichst gleiche Träger sollte daneben die 30-Stunden-Stelle im Familienzentrum vorhalten und allseitige Zusammenarbeit forcieren.

Die Kommune ihrerseits will 20 Stunden für den Jugendkoordinator finanzieren, so dass laut Bürgermeister Marco Beckendorf (Die Linke) insgesamt für weniger Geld 80 Stunden generationsübergreifende Betreuung geleistet würde.

Zweifel, dass diese Rechnung aufgeht, hegt Bernd Müller (SPD). Zumindest müsste zu Beginn des nächsten Jahres, wenn noch lange nicht gebaut wird, eine Alternativlösung her. Die Grundschule „Am Schlosspark“ sieht unter den Umständen Burkhard Schmidt (Pro Reetz) als bessere Lösung. Laut Marco Beckendorf sind die dort unbelegten Räume allerdings nicht gleich ohne Auflagen verfügbar und der neue Treffpunkt für Jung und Alt sollte seiner Meinung nach im Ortszentrum sein.

Dort aber verteidigt die Initiative „Kunst-Perle Fläming“ buchstäblich ihren Standpunkt. Sie kann sich zwar eine Kooperation, aber nicht dauerhaft eine gemeinschaftliche Nutzung des einstigen Sportsaals vorstellen, erklärte Helga Holz. Die frühere Ortsplanerin schlug vielmehr vor, die Tourist-Information, in eine überdies intensivere kulturelle Nutzung zu integrieren. Diese Aufgabe stünde nicht nur im Einklang mit bisher verwirklichten Entwicklungszielen, sondern würde die Künstler neu motivieren, ist sich Wolfgang Becker gewiss.

Von René Gaffron

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