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Potsdam-Mittelmark Wiesenburger Park braucht neue Drainage
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburger Park braucht neue Drainage
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19:50 17.05.2016
Picknick im Park kann eine feuchte Angelegenheit werden. Die Drainage ist marode. Quelle: Heinz-Hubert Menne
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Wiesenburg

Die Drainage im Schlosspark muss gespült, womöglich aber umfassend saniert, werden. Die Aqua-Tool-GmbH aus Brandenburg/Havel hat den Auftrag, dies entlang des so genannten Schulweges zu untersuchen. Doch dürfte das kein leichtes Unterfangen sein, wie Ulrich Jarke ahnt. Denn nach Angaben des Parkleiters es gibt praktisch keinen Plan, wo sich die Leitungen des Entwässerungssystems genau befinden.

Dass sie nicht mehr funktionsfähig sind, sei indes offensichtlich. Zum einen wurde an einem der wenigen sichtbaren Ausläufen festgestellt, dass es verstopft ist. Zum anderen sind die Wiesen zunehmend vernässt und eher für Feuchtgebiete typische Binsen breiten sich dort aus. „Das kann zum Absterben der Baumwürzeln führen und erschwert außerdem die Mahd“, so der Fachmann. Nach bisherigen Erkenntnissen sind die früher verwendeten Tonrohre schlichtweg marode, zugewachsen und verschlammt. Wie es heißt, hätten moderne Drainagen eine Lebensdauer von 40 Jahren. Die Wiesenburger stammen wohl noch aus dem 19. Jahrhundert.

Auch sonst bleibt die Pflege der insgesamt 127 Hektar umfassenden Anlage eine ziemlich große Herausforderung. Zwischenzeitlich standen neben dem Chef und Ingrid Weinholz, die beide direkt bei der Kommune angestellt sind, nur noch zwei Ein-Euro-Jobber zur Verfügung. Seit März hat sich die Zahl der über Arbeitsförderung bereit stehenden Arbeitskräfte verdoppelt und nach wie vor halten Peter Kiele und Doreen Hannemann als regelmäßige ehrenamtliche Unterstützung die Treue. Die personelle Ausstattung ist damit freilich weiterhin knapper als in den Vorjahren, hieß es jüngst in der Mitgliederversammlung des Parkfördervereins. Zum Vergleich: 2008 gab es durchschnittlich elf Leute in der Parkbrigade.

Immerhin hat die Gemeinde Wiesenburg/Mark in ihrem freilich noch nicht von der Kommunalaufsicht genehmigten Haushaltsplan die Anschaffung eines Rasentraktors vorgesehen. Der Wunsch nach weitere Technik für die effektive Pflege der Wegeränder lässt sich vorerst nicht erfüllen. Mithin wird der nunmehr 92 Mitglieder zählende Verein diese in Kürze zu einem weiteren Arbeitseinsatz bitten. Denn nach dem Umbruch im Parterre, wo im vergangenen Jahr die überdimensionierten Kugelfichten entfernt wurden, braucht es jetzt Pflanzen in den Teppichbeeten.

Darüber hinaus soll das Erbbegräbnis, in dem einst der Urheber des Gartendenkmals Curt Friedrich Ernst von Watzdorf (1881) und später weitere Verwandte beigesetzt wurden, hergerichtet werden. Das wird einen Großteil der fünfstelligen Rücklage des Vereins kosten.

Von René Gaffron

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