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Potsdam-Mittelmark Wiesenburger Reifenlager in Brand
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburger Reifenlager in Brand
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18:26 27.03.2016
Löscheinsatz am Wiesenburger Reifenlager.  Quelle: Dirk Fröhlich
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Wiesenburg

 Das Reifenlager auf dem Areal des ehemaligen Kreisbetriebes für Landtechnik am Wiesenburger Ortsrand ist in der Nacht zum Sonntag in Flammen aufgegangen. Fast 100 Kameraden aus dem Hohen Fläming mussten – teilweise direkt von den Osterfeuern in ihren Heimatorten kommend – zur Bekämpfung anrücken. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Restlöscharbeiten werden freilich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Stellenweise liegen noch dichter Qualm und der beißende Geruch von verbranntem Gummi über der „Perle des Flämings“.

Grenzwerte nicht überschritten

„Ein Spezialmesstrupp war vor Ort sowie in Schlamau und Schmerwitz unterwegs. Es sind Geruchs-, aber keine Schadstoffbelastungen über den Grenzwerten festgestellt worden“, berichtet Burkhard Brüning. Eine Familie in direkter Nachbarschaft habe dennoch vorsorglich das Haus verlassen, so der Chef der Gemeindewehrführung Wiesenburg/Mark. Die Polizei hatte zunächst per Lautsprecherdurchsage die Einwohner von Wiesenburg und Umgebung aufgefordert, präventiv die Fenster geschlossen zu halten. Insgesamt stand der schwache Südwestwind insofern günstig, dass die Rauchschwaden vorzugsweise über das freie Feld abgezogen sind.

Die große Lagerhalle steht in Flammen Quelle: Dirk Fröhlich

Eine Passantin hatte am Sonnabend, kurz vor 21 Uhr, den Brand entdeckt und Alarm geschlagen. Da stand die größte von insgesamt vier Hallen, in der die vor vier Jahre pleite gegangene Reifenhandel UHG die Pneus zu Tausenden hinterlassen hat, schon komplett in Flammen. Dort sei nur noch kontrolliertes Abbrennen möglich gewesen, hieß es von der Einsatzleitung. Ein Übergreifen auf den Sozialtrakt konnte zwar verhindert werden. Allerdings haben sich wahrscheinlich nach Funkenflug die Dachpappe eines zweiten Gebäudes und die Holzkonstruktion sowie die Reifen darunter entzündet. Vom Tanker aus sind dort noch am Sonntag Vormittag die Glutnester bekämpft worden.

Einsatz mit Atemschutztechnik war nötig. Quelle: Dirk Fröhlich

In der Nacht hatten die Kameraden aus der Gemeinde Wiesenburg/Mark, unterstützt von Kräften aus Bad Belzig – mit der Drehleiter – und dem Amt Ziesar drei Löschwasserentnahmestellen genutzt: die Speicher bei der Fläming-Quellen-GmbH im Gewerbegebiet und am Borner Weg sowie den Fabrikteich im Süden des Dorfes. Gegen 3.45 Uhr konnte der Einsatz vorläufig beendet werden.

Brandursache ist noch nicht geklärt

Zur Ursache können noch keine Aussagen getroffen werden. Noch im Lauf der Osterfeiertage werden Spezialisten der Kriminalpolizei vor Ort erwartet, die sich die Spurenlage ansehen. Sie werden nicht zuletzt den vielfach gehegten Verdacht der Brandstiftung prüfen.

Denn die Katastrophe kommt quas mit Ansage. Schon vielmals hatten Bürger, Politik und Verwaltung gewarnt, dass von dem Areal eine Sicherheitsgefahr ausgehe. Eigentümer und Aufsichtsbehörden konnten sie aber augenscheinlich nicht bannen. Solche Szenarien sind hierzulande gut bekannt. Zur Jahreswende 2011/12 hatte es in Neuendorf (bei Rädigke) ebenfalls zweimal auf einer illegal angelegten Mülldeponie gebrannt. In den Reihen der zahlreichen Schaulustigen an diesem Wochenende ist obendrein spekuliert worden, ob es einen Zusammenhang zur Absage des Wiesenburger Osterfeuers geben könnte.

Von René Gaffron

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