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Potsdam-Mittelmark Wiesenpflege hält Naturfreunde fit
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenpflege hält Naturfreunde fit
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00:19 26.07.2017
Die Naturschützer bei der Arbeit. Quelle: René Gaffron
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Raben

Stickstoffeintrag und Trockenlegung führen in der Regel dazu, dass Breitblättriges und Geflecktes Knabenkraut in der märkischen Natur immer häufiger auf dem Rückzug sind. Im Planetal können sich die geschützten Orchideen hingegen wieder prima ausbreiten. „Wir haben im vergangenen Jahr auf einer kleinen Fläche ausgezählt und können – hochgerechnet – auf schätzungsweise 2000 Exemplare verweisen“, berichtet Jürgen Neuendorf. Wer sich wie der Bad Belziger für die blühenden Landschaften in ihrer ursprünglichen Form engagiert, muss Muskelkater und – zumindest als Anfänger ohne Stiefel – nasse Füße mit in Kauf nehmen. Doch nach fast zwei Jahrzehnten sitzen bei den meisten Aktivisten die Handgriffe.

Am Sonnabend Vormittag war es wieder einmal soweit. Ein Dutzend Enthusiasten hat sich bei der Wiesenpflege vor den Toren von Raben engagiert. „Das ist gerade so eine Anzahl, mit der die Arbeit bis zur Mittagszeit zu schaffen ist“, sagt Uwe Stahn. „Leider sind die Kontakte zur Universität Potsdam abgebrochen, von wo in früheren Jahren mitunter noch fünf bis zehn Studenten anrückten, um uns unter die Arme zu greifen“, so der Vorsitzende des Naturschutzbund-Regionalverbandes „Hoher Fläming/Planetal“.

Blütezeit der Orchideen klingt gerade aus

Auf drei Wiesen mit einer Fläche von rund einem halben Hektar haben er und seine Mitstreiter nunmehr geharkt und geheut, was vorher so gut und umsichtig wie möglich mit Kleingeräten gemäht und geschwadet worden ist. Immerhin: Das Gras war trocken. Es ist auf Planen transportiert und schließlich zu großen Haufen, die später kompostiert werden, aufgeschichtet worden. Darunter war es freilich morastig, denn schließlich handelt es sich um ein Feuchtbiotop und in der vergangenen Woche noch hatten ja die ziemlich ergiebigen Niederschläge noch den Einsatz der Ehrenamtlichen ausgebremst.

„Viel Sonne und viel Wasser bedeutet viel Gras“, so bilanziert Uwe Stahn den bisherigen Sommer im Hohen Fläming. Die Blütezeit der Orchideen klingt gerade aus, wie vor Ort schon festzustellen ist. Aktuell ist es eher der ähnlich violett blühende Blutweiderich, der den Blick auf sich zieht. Rispen-Seggen schießen schon ein wenig ins Kraut. Insgesamt fünf Hektar im Schutzgebiet sind Eigentum des Naturschutzbund-Regionalverbandes und werden von den Mitgliedern sensibel bewirtschaftet, mit dem Ziel die Vielfalt von Pflanzen und Tierarten zu erhalten.

Vielerorts engagiert

Der Naturschutzbund-Regionalverband kann in Bad Belzig und Umgebung auf eine mehr als 30 Jahre währende Tradition verweisen.

Aktuell gibt es hierzulande mehr als 100 Mitglieder, die sich auf sehr vielseitige Weise engagieren.

Ökologisch wertvolle Flächen haben sie nicht nur im Planetal bei Raben in ihrem Eigentum. Sondern die Enthusiasten zeichnen darüber hinaus für die Pflege von zwei Quellgebieten bei Klein Briesen und bei Schwanebeck sowie eine Streuobstwiese in der Kur- und Kreisstadt verantwortlich.

Hinzu kommen noch neun Hektar Waldbesitz

Aufmerksame Beobachter am Rande waren vorübergehend fünf Wanderer aus Zallmsdorf und Seyda (Sachsen-Anhalt). „Wir sind eine Woche lang von Mützdorf auf dem Burgenrundwanderweg nach Mützdorf unterwegs“, berichtet Sabine Opitz. Sehens- und Wissenswertes hat das Quintett also somit schon unmittelbar nach dem Start zu verbuchen. Carsten Hinnerichs und Volker Stötzer haben ihnen neben der Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes die Botanik erklärt. Die Vielzahl von Moosen, die beispielsweise exklusiv rechts und links der Plane-Quellen wachsen und gedeihen.

„Wir würden uns freuen, wenn das Interesse der Einheimischen ebenfalls wieder zunimmt und möglichst sogar in Engagement mündet“, so Carsten Hinnerichs. Schließlich kommt die Wiesenpflege fast einer Fitnesseinheit gleich. Ein Kilogramm abnehmen, bei Bedingungen wie am Sonnabend mit 25 Grad Celsius und erheblicher Luftfeuchtigkeit durchaus möglich, wie die Naturfreunde aus Erfahrung berichten können.

Von René Gaffron

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