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Potsdam-Mittelmark „Waldzwerge“ wachsen in einer Sprach-Kita auf
Lokales Potsdam-Mittelmark „Waldzwerge“ wachsen in einer Sprach-Kita auf
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19:53 03.11.2017
Den Alltag in der Kita nutzen die Erzieher der „Wildenbrucher Waldzwerge“ zu vielen Gesprächen mit den Kindern. Dadurch lernen diese, ihre Sprachfähigkeit und ihren Wortschatz zu erweitern. Quelle: Privat
Wildenbruch

Die Kita „Wildenbrucher Waldzwerge“ nimmt am Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teil. Mit dem Programm sollen die sprachliche Entwicklung der Kinder schon möglichst früh gefördert werden und vor dem Hintergrund der aktuellen Integration alle Kinder gleiche Bildungschancen erhalten. Das Bundesfamilienministerium hat das Programm im Januar 2016 gestartet und stellt dafür finanzielle Mittel für zusätzliche halbe Fachkraftstellen sowie die Qualifizierung des Personals bereit.

„Sprache ist das wichtigste Ausdrucksmittel der zwischenmenschlichen Verständigung. Sie ist das Werkzeug des Denkens. Wir nutzen alltägliche Gesprächsanlässe, beispielsweise beim An- und Auskleiden oder bei anderen Unterhaltungen mit dem Kind, um dessen Sprachfähigkeiten und dessen Wortschatz zu erweitern. Dabei unterstützt uns jetzt unsere Kollegin Nadine Abitz“, sagt die Kitaleiterin Petra Syring.

Für diese Aufgabe bildet sich die Kitaerzieherin gerade weiter. Zu den drei Säulen dieser Qualifikation gehören neben der sogenannten alltagsintegrierten sprachlichen Bildung die Zusammenarbeit mit den Familien sowie die inklusive Pädagogik. „Wir halten unsere Beobachtungen und die Entwicklungen der Kinder genau fest, werten sie im Team aus und besprechen sie regelmäßig mit den Eltern“, erklärt Abitz. Für einige Stunden am Tag kann sie sich von ihrer normalen Kita-Arbeit lösen und sozusagen „mit dem Blick von außen“ die sprachliche Entwicklung der Kinder begleiten.

Es sei wichtig, schon bei den Kleinsten einen Erziehungsschwerpunkt auf deren Sprache zu legen. Nie wieder könnten sie schneller und unbeschwerter Sprache erlernen, betont die Fachberaterin. Wissenschaftliche Studien würden belegen, dass die sprachliche Bildung besonders dann wirksam werde, wenn sie möglichst früh beginnt. „Vielfältige Aktivitäten, Anregungen und gute Vorbilder rund um Sprache geben kleinen Kindern wichtige soziale und emotionale Erfahrungen, die sie in ihrer kognitiven Entwicklung fördern und herausfordern. Hierfür ist es wichtig, an den jeweiligen Interessen des Kindes anzusetzen“, bekräftigt auch Kitaleiterin Syring.

Mit der Verdopplung der finanziellen Mittel ab diesem Jahr auf jährlich rund 200 Millionen Euro können bundesweit bis zu 7000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und in der Fachberatung geschaffen werden. Der Bund stellt für die Programme „Sprach-Kitas“ und „Kita-Einstieg“ von 2016 bis 2020 Mittel im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung.

Wildenbrucher Kita ist außerdem ein „Haus der kleinen Forscher“

In der Kita „Wildenbrucher Waldzwerge“ werden derzeit 59 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahre betreut.

Die Kinder sind in insgesamt fünf unterschiedliche Kita-Gruppen aufgeteilt.

Zehn Erzieher betreuen die „Waldzwerge, gehen mit ihnen spazieren, basteln, spielen oder gärtnern mit ihnen.

Zum fünften Mal in Folge wurde die Kita „Wildenbrucher Waldzwerge“ erst kürzlich als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet. Ein Netzwerk vergibt dieses Prädikat alljährlich an Kindertagesstätten, in denen Erzieher mit den Kindern besonders engagiert im naturwissenschaftlichen Bereich experimentieren.

Von Heinz Helwig

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