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Wildschwein-Zaun muss weg

Stahnsdorf Wildschwein-Zaun muss weg

Um Schaden von einer Einfamilienhaussiedlung abwenden zu können, wurde ein Zaun um ein Flurstück gezogen. Den heben die Tiere immer wieder an, so dass er ständig repariert wird, aber jetzt muss er laut Forstbehörde ganz weg.

Stahnsdorf Am Weiher 52.3836751 13.2156047
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Klein und niedlich sind die Frischlinge, aber auch sie richten große Schäden in der Gemeinde und auf Privatgrundstücken an.

Quelle: Anke Kneifel

Stahnsdorf. Es ist kein sehr großes Loch, aber es ist groß genug für Wildschweine. Die Tiere haben den Maschendrahtzaun selbst angehoben, um die Straße Am Weiher überqueren zu können. Die Straße liegt in einer gepflegten Einfamilienhaus-Siedlung, die noch gepflegter aussehen würde, wenn die Wildschweine nicht den Boden zerwühlen würden. Auf dem eingezäunten Flurstück, von dem sie kommen, befinden sich ein kleiner Hügel und dünne Bäume. Der Zaun musste schon mehrmals repariert werden, was nach Schätzungen der CDU/FDP-Fraktion in der Gemeindevertretung innerhalb von sechs Jahren 6000 Euro kostet.

Die Fraktion wollte nun erreichen, dass der Zaun einmalig fachgerecht verstärkt wird. Dadurch würden Geld gespart und der Bauhof entlastet werden. „Zudem wäre die Verstärkung ein aktiver Beitrag zur Aufrechterhaltung bzw. Optimierung der Verkehrssicherung“, heißt es in einem Beschlussvorschlag. Den aber haben die Einreicher auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses notgedrungen zurückgezogen. Denn: Bei dem in Rede stehenden Flurstück handelt es sich im Sinne des Paragrafen 2 Landeswaldgesetz um Wald.

Das hat die Forstbehörde festgestellt. Sie teilte zudem mit, dass der errichtete Zaun im Sinne des Gesetzes eine Waldsperre darstelle und solche Sperren dürften nur mit Genehmigung der Forstbehörde errichtet werden. Außerdem sei eine besondere Kennzeichnung erforderlich. Beides liege nicht vor. Die Gemeindeverwaltung hat deshalb zugesagt, den Zaun bis zum 31. März abzubauen.

Ob die Population der Wildschweine in der Siedlung dadurch noch steigt, bleibt abzuwarten. Stahnsdorf ist schon lange von einer Plage betroffen. Deshalb gibt es auf der Homepage der Gemeinde ausführliche Verhaltenshinweise. So heißt es, bei Begegnungen im Wald sollte man sich ruhig verhalten und am besten einen anderen Weg nehmen. Keinesfalls sollte man die Tiere bedrängen. „Geraten sie in Panik, können die Wildschweine Menschen durchaus umrennen“, wird da gewarnt.

Von Stephan Laude

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