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Potsdam-Mittelmark Das sagen Brandenburger zur Wildschwein-Jagd mit Pfeil und Bogen
Lokales Potsdam-Mittelmark Das sagen Brandenburger zur Wildschwein-Jagd mit Pfeil und Bogen
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12:22 04.02.2019
Achtung Wildschweine: Solche Schilder hängen in Stahnsdorf. Quelle: Hannah Rüdiger
Potsdam

In Kleinmachnow und Stahnsdorf sind immer mehr Wildschweine unterwegs: Sie rennen am hellichten Tag in Rotten über die Straße, leeren Mülltonnen oder klettern über Zäune und pflügen Gärten um. Die Region hat mit einer regelrechten Plage zu kämpfen: Wildschweine, die Sportplätze oder öffentliche Grünflächen verwüsten, kosten Stahnsdorf und Kleinmachnow jährlich tausende Euro Steuergelder. Schlimmstenfalls könnten die Tiere auch für Menschen gefährlich werden.

Stahnsdorf und Kleinmachnow wollen die Störenfriede nun endgültig loswerden und künftig gemeinsam Jagd auf freilaufende Wildschweine in ihren Gemeinden machen – mit Pfeil und Bogen. Der Stahnsdorfer Bürgermeister Bernd Albers hat sich an das Bundesministerium für Landwirtschaft gewandt und darum gebeten, das Verbot für das Jagdrevier in seinem Gemeindegebiet zeitweise aufzuheben. Die Berichterstattung der MAZ über diese Pläne wurde am Wochenende hundertfach kommentiert. Einige Reaktionen im Überblick:

Robin Hood lässt grüßen. Wartet nur, bis der erste Jogger im Bannwald nen Pfeil im Kopf hat. Die spinnen die Römer, würde Asterix sagen!“ Wolf Gang

„Was ist das für eine Schwachmaten-Idee? Hat schon mal jemand Taser an Wildschweinen getestet? Was für Menschen nicht verboten ist, sollte doch daher längst für Schweine gelten. Mit den Tasern, die ja auch eine gewisse Reichweite haben, "einfangen" und dann auf die herkömmliche Art dezimieren.. Nur so eine Idee.“ Ronny Richter

„Der natürliche Lebensraum der Tiere wird mehr und mehr durch Bebauung eingeschränkt. Klar geht das mit den Schweinen so nicht, aber ich wunder mich dennoch Jahr um Jahr über den regelmäßigen Aufschrei - und ich glaube Pfeil und Bogen werden das Problem nicht lösen.“ Vanessa Richter

„Mal abgesehen davon, ob Pfeil und Bogen die richtige Lösung ist, sollten die Gemeinden strenge Auflagen bekommen, dass vorhandene noch unbebaute Land zu belassen und nicht, wie es bereits in Stahnsdorf schon der Fall ist, Außenbereiche zur Privatbebauung in Bauland umzuwandeln.“ Mutgard Beer

„Früher haben wir als Kinder Eicheln und Kastanien gesammelt und in der Schule abgegeben. Diese wurden dann vom Förster abgeholt und im Wald verfüttert. Heute bauen wir die letzten Lebensräume zu, lassen alles liegen, haben fast nur noch Kiefernwälder wo die Wildschweine kaum Nahrung finden und wundern uns darüber das sie in den Orten auftauchen. Die Wildschweine konnten sich ungehindert vermehren und kein Jagdpächter änderte etwas daran. Das mindeste was man tun sollte ist, die Bestände ausdünnen und den restlichen Wildschweinen neue Lebensräume geben, in denen sie sich frei bewegen können ohne B101, L40 mit Wildzäunen etc.“ Joachim Riehm

„So lang gefüttert wird, kommen auch die Schweine. Bedankt euch also bei denen, die Futter auslegen, und nicht bei den Eltern, die Angst um ihre Kinder haben.“ Stephan Viertel

„Urin hilft. Echt. Öfter mal an den Gartenzaun pieseln. Dann wühlen die Schweine woanders.“ Annette Schäuble

Von MAZonline

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