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Potsdam-Mittelmark Wildschweine verwüsten Jugendclubgelände
Lokales Potsdam-Mittelmark Wildschweine verwüsten Jugendclubgelände
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20:44 12.04.2016
Fast das gesamte Freigelände wurde wie hier von den Wildschweinen umgepflügt, sagt Clab-Sozialarbeiter Marcus Grabia. Das Jugend- und Freizeitzentrum kann seine Wiese derzeit nicht nutzen Quelle: H. Helwig
Stahnsdorf

Wieder einmal hat eine Wildschweinrotte das Freigelände des Jugend- und Freizeitzentrums Clab in Stahnsdorf umgepflügt. Die Tiere verwüsten nun schon seit Jahren besonders im Frühjahr den Außenbereich, doch Clab-Leiterin Bärbel Severin und Sozialarbeiter Marcus Grabia sind jedesmal frustriert, wenn sie an einem Morgen das Gelände betreten und die Spuren der Zerstörung entdecken.

„Wir mussten schon vor drei Jahren unser beliebtes Modellautorennen einstellen, weil wir dafür einen glatten Boden brauchen“, sagt Severin. Die Kinder können auf der Wiese nicht mehr Fußball spielen und die Schulklassen, die ab Mai fast täglich den Clab besuchen, ihre Klassenfeste nur eingeschränkt feiern. „Anfangs haben wir die paar Grasnarben einfach wieder umgedreht. Doch die Wildschweine kommen auch in anderen Jahreszeiten immer regelmäßiger“, stellt Grabia fest. Die Clab-Leute bangen ein wenig um ihre traditionelle Kreativwoche Ende Juli auf dem Freigelände und ihr erstes Internationales Kunst- und Kulturfestival mit Teilnehmern aus mehreren Ländern im August.

Die Gemeinde Stahnsdorf, der das Grundstück gehört, hat dem Clab versprochen, die Flächen nach Ende der Tragezeit der Bachen vom Bauhof wieder einebnen zu lassen. Vielleicht finden sich erneut ein paar Spender, die dem Treffpunkt mit Muttererde helfen, um die zerstörten Anpflanzungen ersetzen zu können. Vor zwei Jahren erhielt der Clab zwei Lastwagenladungen Mutterboden.

Peter Hemmerden und Jörg Fenske, die Jagdpächter für Stahnsdorf und Kleinmachnow, sind beim Thema Wildschweine sichtlich genervt. „Seit Jahren reden wir uns den Mund fusselig, dass ein vernünftiger Zaun der wirksamste Schutz ist. Doch die Leute hören nicht auf uns und rufen uns immer wieder zu Hilfe, wenn ihre Gärten erneut verwüstet wurden.“ Auch die Clab-Leute wollen keinen Zaun, weil er ihrer Meinung nach das Landschaftsbild zur Bäke hin beeinträchtigen würde. Die Fläche liegt überdies im Landschaftsschutzgebiet. Die einzige Variante, die die Naturschutzbehörde akzeptiert hätte, würde das Clab-Freigelände arg beschneiden. „Wir werden mit den Wildschweinen leben müssen und das ist gut so“, meint Hemmerden.

Das Bäketal ist ein Paradies für Wildtiere

Das Bäketal, das an das Gelände des Jugend- und Freizeitzentrums Clab angrenzt, hat nach Auskunft von Jagdpächter Peter Hemmerden einen subtropischen Charakter und ist somit ein ideales Wildeinstandsgebiet.

Im beendeten Jagdjahr, das vom 1. April 2015 bis zum 31. März 2016 ging, wurden im Jagdbereich Bereich Stahnsdorf-Kleinmachnow insgesamt 65 Schwarzkittel erlegt.

Von Heinz Helwig

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