Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Schwarzkittel nerven Kleinmachnower

Region Teltow Schwarzkittel nerven Kleinmachnower

Wildschweine haben in diesem Jahr wieder vermehrt Gärten und Grünanlagen in Kleinmachnow und Stahnsdorf verwüstet. Die beiden Jagdpächter Peter Hemmerden und Jörg Fenske raten den Einwohnern, Grundstücke und offene Komposthaufen fest zu umzäunen und Fallobst nicht achtlos im Gras liegen zu lassen. Bei einer Begegnung mit den Tieren sollte man Ruhe bewahren.

Kleinmachnow 52.4079274 13.2227111
Kleinmachnow Mehr Infos
Nächster Artikel
Was ein Apotheker auf dem Land erlebt

Die Wildschweine sind wieder da: Die Borstentiere haben in den vergangenen Tagen Gärten und Grünanlagen in Kleinmachnow und Stahnsdorf verwüstet.

Quelle: Archiv

Region Teltow. In diesem Jahr gibt es wieder besonders viele Wildschweine, die auch in Kleinmachnow und Stahnsdorf schon Gärten und Grünanlagen verwüstet haben. „Wir kalkulieren in jedem Jahr rund 6000 Euro für die Beseitigung von Wildschweinschäden auf öffentlichen Flächen ein. Diesmal haben wir schon etwa 6500 Euro ausgeben müssen“, sagt Kleinmachnows Bürgermeister Michel Grubert (SPD). Auch seinen Garten haben die Borstentiere schon „besucht“ und sich über einige Pflanzen hergemacht. Der Rasen war ihnen wohl noch zu neu.

„Wir müssen damit leben, dass die Wildschweine immer mal wiederkommen und dass ihre Population steigt“, erklären die beiden zuständigen Jagdpächter Peter Hemmerden und Jörg Fenske. Sie rechnen für dieses Jahr mit einer „Rekordstrecke“, wie die Jagdbilanz in der Jägersprache heißt. „Wir haben schon jetzt 30 Prozent mehr als im Vorjahr erlegen müssen und die Jagdsaison hat gerade erst begonnen.“ Die Ursache für die sogar bundes- und europaweite Wildschweinplage läge auch in der veränderten Landwirtschaft. Der verstärkte Maisanbau und die vielen Feuchtgebiete in der Region seien Futterparadiese für das Wild.

Aber auch die Menschen würden die Schwarzkittel regelrecht zum Wildern animieren, meinen die Jagdpächter. Offene Komposthaufen mit Essensresten auf offenen Grundstücken oder vernachlässigtes Fallobst im Gras seien für die Tiere geradezu eine Einladung. Illegal entsorgte Grünabfälle würden sich erwärmen und dadurch von Kleintieren bewohnt, was wiederum Wildschweine anlocke. Manche würden im Wald sogar vorsätzlich Futterstellen anlegen.

Ein Wildschwein ist kein Raubtier, das bewusst angreift, betont Hemmerden. Es gerät nur bei einem Bedrohungsgefühl in Panik und wird sich und seinen Nachwuchs schützen. Aufgestellte Nackenhaare und Vor- und Zurückgehen wiesen auf Angriffslust hin. Darum müsse bei einer Begegnung Abstand gehalten und ruhig der Rückzug angetreten werden. Hunde müssen unbedingt an der kurzen Leine geführt werden.

Zum Wochenende sollen die Jagdpächter Warnwesten mit Aufschrift und Gemeindewappen erhalten. Vielleicht werden sie dann bei ihrer Arbeit etwas seltener beleidigt, wenn sie andere nur vor der nächsten Rotte bewahren wollen.

Von Heinz Helwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Würden Sie Wasserfähren im alltäglichen Nahverkehr als Alternative zu Bus und Bahn annehmen?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg