Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Auf Futtersuche quer durch die Stadt

In Teltow nehmen Schäden durch Wildtiere zu Auf Futtersuche quer durch die Stadt

In Teltow tummeln sich immer mehr Wildschweine, Rehe, Marder und Co. Dichte Bebauung und schwer überwindbare Straßen halten sie zwangsweise vor Ort. Ein echter Wildwechsel findet kaum noch statt.

Voriger Artikel
Volle Absicht: Autofahrer schleift alte Dame mit
Nächster Artikel
Der „Lavendel-Express“ ist mit dabei

Wildschwein in der Stadt – auch in Teltow ein Problem.

Quelle: dpa

Teltow. Für Autofahrer garantiert sie meist freie Fahrt. Wildtiere hingegen schränkt die neue Landestraße 40 in ihrer Bewegungsfreiheit ein. „Das Wild kommt aus der Gemarkung kaum noch weg, ist gezwungen traditionell gewachsene Wege und Liegeplätze dauerhaft zu nutzen, weil Wildwechsel in ländlichere Flächengebiete durch dichte Bebauung und mit Zäunen gesicherte Straßen oft unmöglich gemacht werden“, sagt Torsten Kroll, neuer Jagdpächter der Jagdgenossenschaft Teltow.

Ob Schwarzwild, Reh, Marder oder Waschbär, sie alle suchen vermehrt Gärten und Anlagen in Teltow heim. Seit 1. April sind die beiden neuen Jagdpächter Torsten Kroll und Ingo Müller in der Gemarkung im Einsatz. Und sehen sich sogleich mit einer Anfrage der Fraktionen Linke/Umweltaktive/BFB/Piraten konfrontiert. Denn die wollen von der Verwaltung wissen, was sie unternimmt, um die wachsende Wildpopulation in der Gemarkung einzudämmen und die steigende Zahl von Schäden durch Wild zu reduzieren.

Nun, Schäden an öffentlichen Flächen habe die Stadt bislang nur wenige zu beklagen, heißt es beim für Wildtiere zuständigen Ordnungsamt. Private Schäden wiederum seien nicht kostenersatzpflichtig; eine statistische Erfassung gebe es bislang nicht. Verwaltung und Jäger rufen die Teltower deshalb auf, ihre Grundstücke mit stabilen Einfriedungen zu sichern, wilde Komposthaufen und Grünabfälle zu vermeiden.

„Denn gerade im Frühjahr zieht es die Bachen ins Stadtgebiet, immer auf der Suche nach proteinreicher Nahrung, die sie kurz vorm Frischen brauchen“, erklärt Torsten Kroll. Auch im Herbst, wenn die Schwarzkittel während der Ernte etwa auf den großen Maisschlägen bei Güterfelde vertrieben werden, durchpflügen sie innerorts mangelhaft gesicherte Grundstücke, brechen gar in Gewächshäuser ein. „Dann herrscht verständlicherweise helle Aufregung“, sagt Kroll, der als Feuerwehrmann bei der Stadt arbeitet.

Im März habe eine Rotte den gepflegten Rasen am Reha-Zentrum in Seehof verwüstet. Geschossen wurde keines der Tiere. „Die lagen in der dichten Hecke und kamen heraus, als es zu spät war zum schießen.“ Das Ordnungsamt will bei der Unteren Jagdbehörde nun eine Sondergenehmigung erwirken, damit die Pächter auch im Stadtgebiet aktiv jagen können. Auch soll in Kitas und Schulen der Umgang mit Wildtieren künftig verstärkt eine Rolle spielen.

Von Konstanze Wild

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg