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Willichslust soll Tempo-30-Zone werden

Anwohner fordern Tempobegrenzung für ganz Michendorf-Nord Willichslust soll Tempo-30-Zone werden

In der Wohngegend in Michendorf-Nord sorgen sich Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder. In den Straßen im Viertel gilt Tempo 50, obwohl es dort keine oder nur teilweise nutzbare Gehwege gibt. Anwohner fordern jetzt, das Gebiet flächendeckend als Tempo-30-Zone auszuweisen.

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Forderung: Tempo 30 in Michendorf-Nord.

Quelle: Archiv/E. Kugler

Michendorf. Willichslust, eine Siedlung in Michendorf, soll flächendeckend zu einer Tempo-30-Zone werden. Das fordern Anwohner, die ihrem Wunsch mit einem Brief an Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) Nachdruck verleihen. In dem Schreiben, dem auch eine Unterschriftensammlung beiliegt, wird er gebeten, sich dringend dafür einzusetzen, ganz Michendorf-Nord als Tempo-30-Zone auszuweisen. Initiatorin Franzi Herzog verweist auf den Zuzug junger Familien, die das Gebiet zu einer kinderreichen Wohngegend gemacht haben. Bei dem Vorstoß geht es vor allem um die Sicherheit der Kinder.

Brennpunkt ist die Waldstraße. Da die Gehwege dort „uneinheitlich und nur teilweise begehbar sind, weichen fahrradfahrende Kinder und Mütter mit Kinderwagen häufig auf die Straße aus. Nicht selten kommt es zu brenzligen Situationen mit zum Teil sehr schnell fahrenden Autos“, schildert sie die Problematik. Für das Tempolimit unterschrieben allein in der Waldstraße 41 Anwohner, die gleich noch notierten, wie hoch die Zahl des Nachwuchses ist, den sie vertreten. Hinter den 41 Leuten stehen 32 Kinder und Enkel und vier Urenkel. „Es ist eine Gegend, in der eine Geschwindigkeitsbegrenzung notwendig ist“, sagt Rüdiger Herzog und mahnt mit dem Verweis auf Michendorf-West Gleichbehandlung an.

Diese Gegend ist bereits Tempo-30-Zone. Tempo 30 schützt Fußgänger, Radfahrer und insbesondere Kinder, weil sich der Bremsweg mehr als halbiert, argumentiert Herzog. Er verweist auch auf die Verkehrsministerkonferenz, die dieses Jahr gefordert hat, zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer und aus Lärmschutzgründen die Anordnung von Tempo-30-Begrenzungen zu erleichtern. Die Konferenz, in der alle Landes- und der Bundesverkehrsminister sitzen, rief eine Arbeitsgruppe ins Leben, die Vorschläge für eine Überarbeitung der Vorschriften unterbreiten soll.

Unterstützung bekommen die Anwohner auch von Michendorfs Ortsvorsteher Hartmut Besch (FDP). „Wenn man es den einen zugesteht, sollte man es den anderen nicht verwehren“, sagte er. Laut Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) wird das Anliegen bereits am 2. September im Gemeindeentwicklungsausschuss beraten. Am Ende muss die Gemeindevertretung entscheiden, ob die Tempo-30-Zone beantragt wird. Das letzte Wort hat die Verkehrsbehörde des Kreises. Schnelle Hilfe für ein Problem in der Waldstraße könnte die Gemeinde aber in Eigenregie leisten. Familie Herzog lebt dort mit drei kleinen Kindern in einem Haus, das direkt an einer Innenkurve liegt. „Aus diesem Grund können wir die Waldstraße ausschließlich in einer Richtung einsehen. Herannahende Autos lassen sich erst im letzten Moment wahrnehmen.“ Auch auf der anderen Seite der Kurve wohnen Kinder. Und alle spielen häufig miteinander. Im Interesse der Sicherheit der Kinder bitten die betroffenen Familien dort um die Aufstellung eines Schildes „Achtung! Spielende Kinder!“.

Von Jens Steglich

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