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Potsdam-Mittelmark Windkraft-Gegner haben noch acht Tage Zeit
Lokales Potsdam-Mittelmark Windkraft-Gegner haben noch acht Tage Zeit
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07:10 28.06.2016
Ruth Zeidler Bürgerinitiative „Im Gegenwind“ Borkheide. Quelle: Andreas Koska
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Borkheide

„Am 6.Juli endet die Unterschriftensammlung für das Volksbegehren gegen den Bau von Windrädern im Wald und für größere Mindestabstände zur Wohnsiedlungen. Die Borkheiderin Ruth Zeidler gehört zu den Aktivisten Die 67- jährige gibt Auskunft über ihre Erwartungen.

Noch acht Tage lang können sich die Märker in die Listen eintragen. Glauben Sie an einen Erfolg des Begehrens?

Ruth Zeidler: Ich hoffe, dass sich genügend Menschen eintragen. Mein Gefühl ist leider nicht ganz frohgemut. Denn Wir bekommen leider keine Zwischenstände mitgeteilt. Vielleicht würde es den einen oder anderen doch motivieren, vom Sofa aufzustehen und im Rathaus dafür zu unterschreiben, was sein persönlicher Wille ist. Denn die Ablehnung der Windkraft ist groß, nicht nur rund um die Reesdorfer Heide sondern auch in Treuenbrietzen und Beelitz gibt es Proteste.

Warum ist es dennoch für Einzelne so schwierig, das Volksbegehren zu unterstützen?

Zeidler: Wir sind am Wochenende häufig mit Info-Ständen bei Festen oder vor Supermärkte präsent. Zum Beispiel am vergangenen Wochenende an der Titanen-Arena. Da ist zu hören, dass es den Leuten zu umständlich sei, ins Amt zu fahren, um zu unterschreiben. An der Regelung müsste sich etwas ändern. Es wäre hilfreich wenn wir selbst sammeln dürften.

In Borkheide können die Bürger wöchentlich mittwochs beim mobilen Bürgerservice des Amtes Brück unterschreiben?

Zeidler: Ja, das ist wirklich eine Erleichterung. Ebenso wenn wir im Brück sind, dann schicken wir die Leute gleich in die Verwaltung. Die Meldestelle ist sehr entgegenkommend. Bei den jüngeren Leute verweise ich auf das Internet, wo sie die Unterlagen ebenfalls bekommen können.

Werden ihre Aktionen der Bürgerinitiative im Falle des Scheiterns weiter gehen?

Zeidler: Na selbstverständlich. Unsere Bürgerinitiative ist Mitglied im „Waldkleeblatt“, einem Zusammenschluss mit weiteren Initiativen aus der Umgebung und wir sind als Umweltverband anerkannt, also machen wir auch weiter.

Die Firma Juwi-GmbH hat inzwischen die Baugenehmigung für den Bau von Windkrafträder in der Reesdorfer Heide erhalten. Das Begehren bleibt also ohne Einfluss?

Zeidler: Das sieht so aus. Aber die Stadt Beelitz, Borkheide und Borkwalde als Anrainer-Kommunen, die Recura-Kliniken Beelitz-Heilstätten und ebenso der Verein „Waldkleeblatt“ wollen Widerspruch dagegen einlegen. Notfalls soll der Klageweg beschritten werden.

Worin besteht die Kritik?

Zeidler: Ich persönlich liebe den Borkheider Kiefernbestand. Unabhängig von den anderen Faktoren, wie Waldbrandgefahr bedeutet der Bau von Windrädern dort viel zu sehr ein Eingriff in die Natur. Falls trotzdem gebaut wird, werden wir es nicht widerstandslos hinnehmen.

Wann planen Sie die Aktionen?

Zeidler: Wir treffen uns regelmäßig alle vier Wochen, freitags 19 Uhr im Hotel „Fliegerheim“ Borkheide. Das nächste Mal am 8. Juli, um die Ergebnisse des Begehrens analysieren und Schlussfolgerungen zu ziehen.


Von René Gaffron

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