Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Winterschulungen für wissbegierige Landwirte
Lokales Potsdam-Mittelmark Winterschulungen für wissbegierige Landwirte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 04.02.2016
Silvia Wernitz Quelle: Andreas Koska
Anzeige
Bad Belzig

Während die Feldarbeit ruht, haben Landwirte die Möglichkeit, sich bei Winterschulungen fortzubilden. Über das Angebot und die Resonanz gibt Silvia Wernitz, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Potsdam-Mittelmark, Auskunft.

MAZ: Frau Wernitz, wie oft finden die Winterschulungen statt und wie werden sie von den Landwirten angenommen?

Silvia Wernitz: Wir bieten in diesem Jahr vier Veranstaltungsmodule an. Los ging’s am 14. Januar mit dem Sachkundenachweis für Pflanzenschutz. Die Nachfrage war so groß, dass wir die 60 Teilnehmer auf zwei Vorträge aufteilen mussten – einen am Vormittag und einen am Nachmittag. Diesen Sachkundenachweis müssen die Landwirte alle drei Jahre mit aktuellem Wissen auffrischen.

Welche Themen finden besonderes Interesse?

Wernitz: Besonders nachgefragt sind immer die aktuellen Informationen aus dem Fachdienst Landwirtschaft des Landratsamtes Bad Belzig. Birgit Rettig hatte am 27. Januar beispielsweise Erklärungen zum geobasierten Antragsverfahren, zum Referenzflächenabgleich und zur Feldblockpflege im Gepäck.

Sind die Landwirte verpflichtet, an solchen Schulungen teilzunehmen?

Wernitz: Nein, die Teilnahme ist freiwillig. Die Landwirte nehmen das Angebot aus Eigeninteresse wahr. Und auch Mitarbeiter aus den Unternehmen nutzen die Informationen für ihre tägliche Arbeit.

Können an den Schulungen nur Mitglieder des Kreisbauernverbandes teilnehmen oder auch andere Interessenten?

Wernitz: Die Winterschulungen stehen allen Landwirten und Gärtnern des Landkreises und darüber hinaus offen. Wir freuen uns immer, wenn die ausgewählten Themen ankommen und die Teilnahme dementsprechend gut ist.

Wurden im ersten Block der Pflanzenschutz und die neue Agrarpolitik behandelt, lag der Fokus anschließend auf den Themen Fördermöglichkeiten und Abfederung von Verlusten. Muss man sich tatsächlich jedes Jahr auf neue Richtlinien einstellen?

Wernitz: Generell gelten die Richtlinien für einen längeren, festgelegten Zeitraum. Beispielsweise für die einzelbetriebliche Förderung waren sie für die gesamte Agrarförderperiode bis 2020 aufgelegt. Es kommt aber hin und wieder - gerade in dieser Förderperiode - vor, dass nachgebessert wird.

Bei welchen Themen ist das der Fall?

Wernitz: Ab 2017 werden bei Stallbauten statt der Basisförderung nur noch Anträge der Premiumförderung bearbeitet. Hierbei kommen erhebliche Auflagen bezüglich des Tierkomforts hinzu, was natürlich auch die Kosten um ein vielfaches nach oben treibt. Aus meiner Sicht ein falsches Signal.

Warum?

Wernitz: Weil Betriebe, die im Rahmen der Basisförderung mehr für das Tierwohl leisten wollten, nun auf der Strecke bleiben. Ich befürchte, dass die ausschließliche Förderung nach Höchstkriterien nicht für jeden Betrieb und jede Investition umsetzbar ist und damit weniger Betriebe die Förderung in Anspruch nehmen können.

Was werden die Themen bei den Winterschulungen im Februar sein?

Wernitz: Am 11. Februar stehen die Gewässerunterhaltung als gesetzliche Aufgabe der Wasser- und Bodenverbände, die Rechte der Gewässer-Eigentümer und die Knackpunkte bei der Umsetzung des Gewässerentwicklungskonzepts zur Diskussion. Am 25. Februar geht es beim Thema Agrarrecht um das Pacht- und Vertragsrecht. Erfahrungsgemäß rechnen wir auch hier mit einer guten Beteiligung.

Suchen sie die Themen aus oder kommen Vorschläge aus dem Mitgliederkreis?

Wernitz: In der Regel stelle ich in Abstimmung mit dem Vorstand das Programm zusammen. Anregungen unserer Mitglieder würde ich mir herzlich gern wünschen. Schließlich soll sich das Angebot an den Bedürfnissen der Landwirte orientieren.

Von Andreas Koska

Potsdam-Mittelmark Neue Vorschläge in Treuenbrietzen - Weiter Streit um Rathausbrunnen-Figur

Mit „überraschenden Varianten“ aufwarten will Michael Knape (parteilos) im Streit um die Figur auf dem Rathausbrunnen in Treuenbrietzen. Öffentlich vorgestellt werden sollen sie im Rahmen seines Bürgermeistergespräches am 10. März. Demnach soll es Vorschläge geben, die Sabinchen und den Kurfürsten vor dem Rathaus möglich machen würden.

04.02.2016
Potsdam-Mittelmark Stahnsdorf stellt historischen Charakter seines Dorfplatzes wieder her - Anger verliert „anheimelnde Kulisse“

Auf dem Dorfplatz in Stahnsdorf sind Bäume zur Wiederherstellung des historischen Charakters des Ortskerns gefällt worden. Die Fällung ist die erste Stufe eines Pflege- und Entwicklungskonzeptes für den Anger. Anstelle der Koniferen sollen Baumarten nach historischem Vorbild gepflanzt werden. Doch nicht jeden begeistert der Start des Projektes.

01.02.2016
Potsdam-Mittelmark Polizeibericht vom 1. Februar für Potsdam-Mittelmark - Motorradfahrer stürzt auf Grünstreifen

Hätte er es nur etwas langsamer angehen lassen: Ein KTM-Biker ist am Sonntag bei Stahnsdorf auf den Grünstreifen geraten und gestürzt. Der Mann hatte beschleunigt – und plötzlich brach seine Maschine aus.

01.02.2016
Anzeige