Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Wird Villa nun doch Kunst-Zentrum?

Stahnsdorf Wird Villa nun doch Kunst-Zentrum?

Die Villa in der Ruhlsdorfer Straße 1 in Stahnsdorf könnte nun doch Domizil für einheimische Künstler werden. Der Verkauf an den Landkreis ist vom Tisch, nachdem es Proteste gegen den geplanten Abriss des Hauses gegeben hatte. Ob die Villa erhalten bleibt, müssen nun erneut die Gemeindevertreter entscheiden.

Voriger Artikel
In Golzow macht Sport wieder Spaß
Nächster Artikel
Ein anderer Gottesdienst in Wollin

Im Innern der Pardemann-Villa hatte vor wenigen Monaten das Art-Event deutliche Spuren hinterlassen.

Quelle: Jürgen Stich

Stahnsdorf. „Zurück auf Start“ heißt es in Stahnsdorf beim Umgang mit der Pardemann-Fabrikantenvilla in der Ruhlsdorfer Straße 1. Alle bisherigen Beschlüsse zum Verkauf dieses Gebäudes wurden in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung mit deutlicher Mehrheit aufgehoben, auch der Beschluss zum Verkauf, der seit rund einem Jahr Thema in der Gemeinde ist, nachdem im September 2016 die letzten Mieter ausgezogen waren. Was damit geschehen sollte, darüber gingen jedoch die Meinungen weit auseinander. So setzte sich etwa vor allem die Künstlergruppe „Art Event“ um Frauke Schmidt-Theilig stark dafür ein, dass das Haus für soziokulturelle Veranstaltungen der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollte. Doch in der letzten Sitzung vor dem Sommer erreichte Bürgermeister Bernd Albers (BfB) knapp mehrheitlich den Verkauf des Hauses für 132 000 Euro, wenngleich mit der Ergänzung, dass zumindest die zum Stahnsdorfer Hof zeigende Giebelseite der Fassade erhalten werden müsse.

Die Vorlage war zuvor jedoch lediglich im Finanzausschuss, aber nicht in den anderen zuständigen Gremien wie vor allem dem Bauausschuss behandelt worden, was zu Kritik und im Sommer zu einer Beschwerde bei der Kommunalaufsicht führte. Dass der Kaufinteressent – der Landkreis Potsdam-Mittelmark – nicht in dem Beschluss genannt wurde, hatte außerdem zur Folge, dass sich in den darauffolgenden Wochen mehrere weitere Kaufinteressenten meldeten, die den beschlossenen Kaufpreis auch teilweise überboten.

Gleichzeitig ließ der Landkreis verlauten, dass ein Erhalt der Fassade für ihn völlig uninteressant sei und er damit nicht mehr an einem Kauf interessiert sei. Man wolle auf diesem und einem angrenzenden Grundstück einen großen Funktionsbau für die Kreisvolkshochschule und die Kreismusikschule errichten, die Fassade stünde dafür an einer falschen Stelle, erklärte Landrat Wolfgang Blasig gegenüber der MAZ.

In der Gemeindevertretung wurde nun der Wunsch geäußert, dass in einem nächsten Schritt der Wert der Pardemann-Villa neu ermittelt werden soll. Einige Kommunalpolitiker, insbesondere die SPD, möchten auch die Stahnsdorfer Künstler rund um Frauke Schmidt-Theilig unterstützen, die „im Namen der Kunst“ ebenfalls ein Kaufangebot eingereicht hatte.

Von Konstanze Kobel-Höller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg