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Wo Werder in Literatur und Musik auftaucht

700-Jahr-Feier Wo Werder in Literatur und Musik auftaucht

Am Sonntag steht ein weiteres Highlight im Programm der 700-Jahr-Feier im Theater Comédie Soleil in Werder an – eine Soiree mit vielen bekannten Namen, die die Stadt, ihre Bewohner und deren Eigenheiten besungen oder beschrieben haben. Die Zeitreise beginnt im 18. Jahrhundert und endet in der Gegenwart.

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Ausschnitt aus dem Text „Das schöne Werder!“, der bei dem Abend unter anderem eine Rolle spielen wird.

Quelle: Stadt Werder/H.Klix

Werder. „Wenn in Werder die Kirschen blüh’n, dann ist Frühling in Berlin“: Der Schlager von 1928 von Fred Raymond und Charles Amberg gehört zu den bekanntesten Dichtungen über Werder. Darüber hinaus haben Musik und Literatur in vielfacher Form ihre Spuren hinterlassen. Im Zuge der 700-Jahr-Feier wird deshalb am Sonntag, 17. September, ab 19 Uhr in der Comédie Soleil, Eisenbahnstraße 210, eine unterhaltsame literarisch-musikalische Soiree veranstaltet.

Bei der kleinen Zeitreise sind literarische Texte und Lieder zu hören, in denen unser „schönes Werder“ beschrieben, bedichtet und besungen wird. Der Werder-Barde Achim Prütz und der Leiter des Morgenstern-Museums auf der Bismarckhöhe, Jürgen Raßbach, haben das Programm erarbeitet. Die Journalistin Ellen Fehlow übernimmt die Moderation, der Werdersänger Karsten Perenz sorgt für den guten Ton.

Kulturarbeiterin befragte Erntehelfer

Der Abend beginnt zeitlich im Jahr 1775, als Anton Friedrich Büsching mit der Postkutsche von Berlin nach Reckahn reist und die Station Werder beschreibt. Jürgen Raßbach wird unter anderem daraus zitieren. Theodor Fontane ist der erste Autor, der Werder und die Bewohner bei seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ausführlich darstellt. „Blaue Havel, gelber Sand, Schwarzer Hut und braune Hand, Herzen frisch und Luft gesund Und Kirschen wie ein Mädchenmund“, dichtet er. Von Christian Morgenstern werden Galgenlieder vorgetragen, für die Werders Galgenberg bekanntermaßen der Namensgeber war. Nicht zuletzt taucht bei Erich Kästner die Stadt Werder wiederholt in Gedichten auf und wird als Baumblütenstadt gefeiert.

Ebenso wird an einen Reportageband von Gabriele Eckart erinnert. Sie war als Kulturarbeiterin im Havelländischen Obstanbaugebiet tätig und interviewte dort 1981 eine Reihe von Erntehelfern. Offenbar stellte sie die falschen Fragen, die Interviews sind in der DDR jedenfalls nicht veröffentlicht worden. Auch musikalisch wird es vielfältig: Als ab Ende des 19. Jahrhunderts der Ausflugstourismus wuchs, sind eine Reihe von Schlagern über Werder entstanden, unter anderem von G. E. Walter, Walter Kollo, Erich Wintermeier und Fred Raymond. Einige wurden recht bekannt. Später sind es die Texter oder Komponisten wie Hartmut Zube, Achim Prütz oder auch Karsten Perenz, die die Stadt, die Gegebenheiten und die Menschen besingen.

Einnahmen gehen an die Tee- und Wärmestube

Die Gäste werden sich bei dieser Soiree auch an „Sprüchen der Werderschen“ aus der Sammlung von Baldur Martin erfreuen. Veranstalter ist die Stadt Werder, die Einnahmen des Abends werden an die Tee- und Wärmestube gespendet. Die Mitwirkenden verzichten auf ein Honorar. Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf in der Tourist-Information Werder (Havel), Kirchstraße 6 (Inselstadt); bei Uhren und Schmuck Buchwald, im Werderpark und in der Blütenapotheke im Einkaufszentrum Havelauen.

Von MAZonline

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