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Potsdam-Mittelmark Wo die Wärme am häufigsten flöten geht
Lokales Potsdam-Mittelmark Wo die Wärme am häufigsten flöten geht
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17:59 28.02.2018
Schwachstellen am Gemeindezentrum Stahnsdorf sind vor allem die Plastikfenster. Quelle: Seecon
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Stahnsdorf

Auf die Suche nach energetischen Schwachstellen an Gebäuden machte sich Stahnsdorf am Dienstagabend. Rund minus 10 Grad unter dem sternenklaren Himmel – perfekte Voraussetzungen für die sogenannte Thermographie, bei der mit Hilfe einer Wärmebild-Kamera diverse Wärmelecks in der Fassade von Häusern aufgedeckt werden. Fünf Hausbesitzer aus dem Umkreis des Gemeindezentrums hatten sich gemeldet, weil sie wissen wollten, wie es energetisch um ihre Heime bestellt ist. „Ich hoffe, dass wir wertvolle Erkenntnisse gewinnen werden“, eröffnete Bürgermeister Bernd Albers (BfB), der sich unter die dick eingemummte Gruppe mischte. „Hoffentlich werden ganz viele Mängel beim Gemeindezentrum entdeckt – dann bekomme ich ein neues Rathaus“, scherzte er.

„Das ist kein richtiges Gutachten, dazu müsste man auch drinnen messen, heute gibt es nur Hinweise auf Wärmebrücken“, leitete Rene Werler, Projektingenieur des Ingenieurbüros Seecon, die Tour ein. Albers’ Hoffnungen auf ein neues, eigenes Rathaus wurden als erstes zunichte gemacht: Beim Gemeindezentrum wiesen zwar die Plastikfenster im Bereich der Rahmen die größtem Wärmeverluste auf – eine gute Verglasung, aber kaum oder gar ungedämmte Rahmen sind typisch für Bauten aus den 1990er Jahren, sonst wurden aber keine Probleme angezeigt.

Nächster Schritt zum Klimaschutzkonzept ist ein Workshop

Bei den Wohnhäusern, die anschließend überprüft wurden, waren die Fensterrahmen nicht mehr eine so deutlich erkennbare Schwachstelle, es konnte jedoch ein Unterschied zwischen zweifach und dreifach verglasten Fenstern aufgezeigt werden. Insgesamt zeigte sich Werler, der sich sehr freute, dass sich fünf Hausbesitzer für die Thermographie-Tour angemeldet hatten, zufrieden: „Es wurde nichts Untypisches gefunden, keine Baumängel. Die Fenster hatten die höchste Temperatur und die Wände die tiefste – bei den Häusern, die wir betrachtet haben, gibt es keinen Handlungsbedarf.“ Gerne hätte er allerdings noch ältere Bauten überprüft, um mehr Vergleiche zeigen zu können.

Der Thermographie-Rundgang fand im Zusammenhang mit der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes der Gemeinde Stahnsdorf statt, das derzeit vom Berliner Ingenieurbüro Seecon erstellt wird. Es handelte sich dabei um das zweite Treffen in dieser Angelegenheit und gleichzeitig die Einbeziehung der Bürger und ihrer Anliegen während der Potenzialanalyse. Der nächste Schritt ist nun ein Maßnahmenworkshop, der die Vorhaben für die nächsten zehn bis 15 Jahre festlegen soll.

Von Konstanze Kobel-Höller

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