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Wo die schönste Groß-Chinchilla leben

Freienthal Wo die schönste Groß-Chinchilla leben

Vier Teilnehmer, zwei Meistertitel. Das ist die Bilanz für den Golzower Verein der Rassekaninchenzüchter bei der Bundesschau in Leipzig. Für den achtjährigen Felix Schulz aus Freienthal gewiss ein Ansporn. Denn dort sind die schönsten Groß-Chnchillas zu Hause.

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Vater Gergely (links) und Felix Schulz sowie Horst Ullmann mit den in Leipzig preisgekrönten Kaninchen.

Quelle: Andreas Koska

Freienthal. Felix Schulz gibt unumwunden zu, dass sein Papa Gergely ihm bei der Aufzucht seiner Kaninchen noch helfend unter die Arme greift. Vielleicht ist seine Erfahrung einer der Gründe, weshalb sich der Achtjährige aus Freienthal seit einigen Tagen Deutscher Jugendmeister nennen darf.

Die Auszeichnung erhielt er für seine vier Kaninchen der Rasse Groß-Chinchilla. Das Quartett ist besonders charakteristisch mit seiner etwa bläulich getönten, sonst aschgraue Färbung mit der möglichst flockigen, durch das Grannenhaar hervorgerufenen Schattierung. Die Preisrichter haben das jedenfalls bei der 33. Bundes-Kaninchenschau bei allen kritischen Blicken so gewürdigt. Sie ging kurz vor Weihnachten in Leipzig über die Bühne. Insgesamt wurden bei dem Rassevergleich 26 000 Tiere vorgestellt, 16 Exemplares davon von vier Züchtern aus Golzow, in deren Reihen des Nachwuchstalent organisiert ist.

Vor Ort war nicht minder Horst Ullmann. Der Vorsitzende des Golzower Vereins war zum zehnten Mal bei dem alle zwei Jahre ausgetragenem Vergleich dabei. „Leipzig ist wie ein Heimspiel, da muss man dabei sein. In zwei Jahren ist Karlsruhe der Ausrichter“, berichtet der Vereinschef. Zu den 881 märkischen Ausstellern, die bei der Bundesschau präsent waren, gehörten ferner Dietmar Müller und Gerhard Schröder aus Brück. Horst Ullmann kam nicht so überraschend zu Titelehren. Er wurde nach 2013 gar zum zweiten Mal Deutscher Meister mit seinen vier Tieren der Rasse Deutsche Widder weiß, Rotauge. Die Golzower hatte außerdem seine Alaska und Sachsengold eingesendet. „Es ist schon Wahnsinn – vier Teilnehmer und gleich zwei Meister“, freute sich der Chef. Dabei war für ihn der Erfolg von Felix ungleich bedeutender. „Es spornt den Jungen sicher an. Mit der Auszeichnung steigt auch die Lust, dem Hobby weiter zu frönen“, hofft der Senior jedenfalls.

Felix Schulz, der in Freienthal wohnt und die Friedrich-Eberhard-von Rochow-Grundschule in Golzow besucht, zeigt sich durchaus interessiert. Der Zweitklässler nennt Mathematik und Deutsch als Lieblingsfächer. Rechnen und Lesen fallen ihm offenkundig nicht schwer. Nach der Erledigung der Hausaaufgaben, verbringt der Junge, wie er berichtet, viel Zeit mit seinem Vater bei der Betreuung der Langohren. In der Familie stößt die Züchterleidenschaft auf Verständnis. „Ich möchte mich aber mehr denn je bei meiner Frau bedanken, die uns unterstützt und die Zeit einräumt“, weiß Gergely die Sanftmut seiner besseren Hälfte zu schätzen.

Horst Ullmann hat erst mit 28 Jahren zu dem Hobby gefunden. Seit 1985 ist er Mitglied in dem Golzower Verein. Inzwischen konnte der Kraftfahrer seinen 60. Geburtstag begehen, ans Aufhören denkt er trotzdem noch lange nicht und hofft, dass seinem jungen Vereinskamerad ebenfalls der Enthusiasmus erhalten bleibt.

Von Andreas Koska

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