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Potsdam-Mittelmark Tapfere Händler und gelassene Kunden
Lokales Potsdam-Mittelmark Tapfere Händler und gelassene Kunden
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17:55 21.01.2016
Susann Azhar (l.) und Anna Bolechowski trotzen dem Frost. Quelle: Josephine Mühln
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Bad Belzig

Am Donnerstag zeigte das Thermometer stellenweise minus fünf Grad – da konnte auch der strahlende Sonnenschein nur bedingt für ein warmes Gefühl auf der Haut sorgen. Trotzdem hatten auf dem Bad Belziger Marktplatz einige Händler tapfer ihre Stände aufgebaut und hofften auf Kundschaft.

Jutta Chandi und ihr Mann Amrik Singh Chandi waren wie jeden Donnerstag aus Potsdam gekommen. Um trotz der eisigen Temperaturen keine Frostbeulen zu bekommen, setzen die beiden auf den altbewährten Zwiebellook. „Wir haben Thermohosen an, drei Pullis und viele Strümpfe“, sagt Jutta Chandi und lacht. „Wenn Kunden da sind, hat man ja Bewegung und sonst haben wir viel Tee dabei“, ergänzt ihr Mann.

Kunden fürchten Rutschpartie

Das Ehepaar kommt seit zehn Jahren immer dienstags und donnerstags zum Bad Belziger Markt. An so kalten Tagen wie Donnerstag haben auch die Potsdamer Probleme, ihre Tischdecken und andere Haushaltswaren an den Mann oder die Frau zu bringen. „Es kommen schon weniger Kunden“, sagt Jutta Chandi. „Viele haben zum Beispiel auch Angst, dass sie auf dem glatten Kopfsteinpflaster ausrutschen.“

Diese Beobachtung teilen auch Susann Azhar und Anna Bolechowski von gegenüber. „Wir haben hier ja nun mal viele ältere Menschen und die lassen sich abschrecken, wenn der Platz schlecht geräumt ist“, sagt Azhar. Sie zahle schließlich Standgebühr und habe den Marktmeister auch auf das Problem aufmerksam gemacht. „Ich komme aus Treuenbrietzen, da klappt das besser“, stellt die Händlerin fest.

Azhar selbst kommt seit 2006 mit ihren Mützen, Schals und Hausschuhen nach Bad Belzig, ihre Kollegin Anna Bolechwoski ist bereits seit 1995 regelmäßig präsent. Auch die beiden Frauen setzen auf viel Kleidung gegen die Kälte – „und ich habe immer eine Mütze auf dem Kopf, denn da geht die meiste Wärme weg“, sagt Susann Azhar. Seit circa 6.30 Uhr sind die beiden Frauen an diesem Tag schon im Einsatz, um ihre Stände rechtzeitig aufgebaut zu haben.

„Am besten hat’s der Mann in der Broilerbude“

Aber nicht nur die Zahl der Kunden ist an winterlichen Markttagen übersichtlich. „Natürlich kommen auch weniger Händler als im Sommer“, sagt Marktmeister Peter Liebig. „Am besten hat’s da immer noch der Mann in der Broilerbude“, ergänzt er lachend. Viele Händler seien zurzeit aber auch im Urlaub oder schlichtweg krank, weiß Liebig. „Die Zeiten, in denen der Markt voll war und die Händler dicht an dich standen, sind aber ohnehin vorbei“, schließt der Marktmeister.

Von der Kälte nicht abschrecken lassen hat sich Susanne Nispel aus Bad Belzig. Die Rentnerin geht regelmäßig zum Markt – egal bei welchem Wetter. „Das macht mir nichts – frische Luft braucht der Mensch schließlich“, sagt sie lachend. Sie lasse sich auch bei Minusgraden bei ihrem Einkauf nicht hetzen und schaue ganz in Ruhe, was die Händler im Angebot haben.

Von Josephine Mühln

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