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Wohlfühlflair für märkische Senioren

Bad Belzig Wohlfühlflair für märkische Senioren

Die 24 Brandenburgische Seniorenwoche ist am Sonnabend in Bad Belzig eröffnet worden. Die etwa 250 Teilnehmer der Auftaktveranstaltung haben sich augenscheinlich wohl gefühlt in der Kur – und Kreisstadt. Ministerin Diana Golze (SPD) war in Eile, wofür nicht jeder Verständnis gezeigt hat.

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Lustige Weiber: das Märkische-Landfrauen-Ensemble.

Quelle: Rene Gaffron

Bad Belzig. Alter ist relativ. „Die Kur- und Kreisstadt gibt es schon 1020 Jahre“, verkündete jedenfalls Roland Leisegang (parteilos) in seinem Grußwort zur Eröffnung der Brandenburgischen Seniorenwoche. „Da haben wir alle hier noch Luft nach oben“, rief der Bürgermeister den etwa 250 Teilnehmern des Zeremoniells zu. Es ging am Sonnabend Vormittag in der Albert-Baur-Halle über die Bühne.

„Die früher Geborenen nehmen Verantwortung für sich und die Gesellschaft wahr“, würdigte Diana Golze (die Linke) die Verdienste der älteren Generation. Gerade auf dem Lande sei es eine besondere Herausforderung, Wohnen, Mobilität und Teilhabe sowie Pflege zu organisieren, so die Ministerin. „Indes würde ohne den Einsatz der Senioren manches nicht funktionieren“, sagte sie und erinnerte beispielsweise an zahlreiche Aktivitäten bei der Integration von Flüchtlingen, deren Situation sie mitunter aus eigener Erfahrung am besten nachvollziehen könnten.

Elf geehrte Ehrenamtliche

Für ihr ehrenamtliches Engagement in der Seniorenarbeit wurden geehrt.

Helga Bazyli (Frankfurt/Oder), Regina Becker (Rüdnitz), Dieter Böttcher (Neuruppin), Gundula Collatz (Schwedt/Oder), Erwin Häntschke (Wittstock), Ullrich Heinemann (Neuhausen/Spree), Petra Hollsein (Herzberg), Ingrid Mischke (Lachhammer), Vera Paul (Ludwigsfeld) Erka Pohle (Nauen) und Joachim Schwarz (Schweilowsee).

Gleichwohl Wolfgang Puschmann als Vorsitzender des märkischen Seniorenbeirates die Rede der Ministerin lobte, gab es kritische Worte am Rande. Denn Dietmar Woidke (SPD) ist Schirmherr der Aktionswoche. Doch der Ministerpräsident war zum wiederholten Mal beim zentralen Auftakt nicht anwesend. Die zuständige Ressortchefin - wegen eines Nachmittagstermins in der Uckermark in Eile – hatte obendrein kurzfristig um Programmänderungen gebeten. Das Verständnis, um das sie offensiv warb, wollte aber nicht jeder aufbringen. „Das ist nicht die Wertschätzung für das Ehrenamt wie ich sie mir erwarte“, sagte Wolfgang Kroll. Als Vorsitzender des Seniorenbeirates im Kreis Potsdam-Mittelmark war er quasi Gastgeber. Sein Stellvertreter – Joachim Schwarz aus Schwielowsee – gehörte zu den elf Protagonisten aus dem Land Brandenburg, die für ihr bürgerschaftliches Engagement geehrt wurden.

Dass es dank der Stein-Therme noch Sachgeschenke von Stadt und Landkreis gab, wussten die Geehrten ebenso zu schätzen wie das von Jugendblasorchester Wiesenburg, Musikschule „Engelbert Humperdick“ und Märkischen-Landfrauen-Ensemble dargebotene Kulturprogramm sowie den in den Vorjahren wohl nicht üblichen Mittagsimbiss und die Einladung zu Stadtführungen. Derweil sich die hiesige Koordinatorin für Freiwilligenarbeit Steffi Wiesner als Ersatz-Moderatorin anstelle von Kurgesellschaftschef Christian Kirchner die Gunst des Publikums erobert hat.

Ähnlichen Applaus erntete lediglich Thomas Schulz (SPD), als er sich für die formelle Verankerung der Arbeit von Seniorenbeiräten in kommunalen Hauptsatzungen aussprach. „Der Kreis Potsdam-Mittelmark ist da in einer Vorreiterrolle und kann auf gute Erfahrungen verweisen“, sagte der Sozialdezernent, der Landrat Wolfgang Blasig (SPD) vertrat.

Von René Gaffron

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