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Wohnheim in Benken hat einen neuen Träger

Pflege und Betreuung Wohnheim in Benken hat einen neuen Träger

Die Wohnstätte „Hoher Fläming“ in Benken hat einen neuen Träger, den Berliner Verein „Partner für Reintegration und Chancengleichheit“ (RC). Bisher wurde das Haus von der Miteinander gGmbH geführt – die jetzt eine Tochter des RC ist. Der neue Chef hat schon konkrete Vorstellungen für Investitionen.

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Termin mit dem neuen Chef in Benken: RC-Chef Michael Marterer (li.) mit Dagmar Schulze, Leiterin des Kinderbereiches sowie Tobias Meißner, dem Leiter der Wohnstätte.

Quelle: Christiane Sommer

Benken. Die Wohnstätte „Hoher Fläming“ in Benken hat einen neuen Träger. Bislang befand sich die Einrichtung, in der Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistigen und mehrfachen Behinderungen leben, in Trägerschaft der Miteinander gGmbH mit Hauptsitz in Berlin. Seit kurzem wird diese Gesellschaft vom Berliner Verein „Partner für Reintegration und Chancengleichheit“ (RC) geführt.

Der Verein übernahm die Miteinander gGmbH als neue Tochter. Regie führt der RC-Verein damit nun auch in den weiteren Einrichtungen in der Fläming-Region. So auch in der Wohnstätte „Albrechtshof“ in Ziesar, einer stationären Einrichtung für 32 erwachsene Menschen mit Behinderung, sowie der stationären Wohnstätte „Zur Post“ für zwölf Erwachsene mit Behinderung in Görzke und auch beim Ambulante Dienst der Miteinander gGmbH in Bad Belzig, der den familienentlastenden Dienst und ambulant betreutes Wohnen bietet.

Reintegration und Chancengleichheit

Der Verein Partner für Reintegration und Chancengleichheit ist seit 1991 ein gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen für Menschen mit geistiger Behinderung.

Gegründet wurde er als Verein Reha Consult, der sich der Aufgabe stellte, Wohn- und Betreuungsangebote für geistig Behinderte zu schaffen, die noch in psychiatrischen Kliniken in Berlin und Brandenburg lebten. Heute steht die Abkürzung RC für Reintegration und Chancengleichheit.

Der Geschäftsführer Michael Materer gehörte zum Beraterstab von Brandenburgs erster Sozialministerin, Regine Hildebrandt (SPD).

1992 wurde in Steinförde (Oberhavel) die erste Wohnstätte eröffnet. Weitere folgten, unter anderem auch in Polen.

Ferner hat der Verein Betreuungsangebote für Menschen mit erworbenen Hirnschäden geschaffen.

Vorstandsvorsitzender ist Michael Marterer, der den RC-Verein 1991 aus der Taufe hob. Der 68-jährige Psychologe stellte sich dieser Tage den Bürgermeistern von Bad Belzig und Wiesenburg sowie auch Benkens Ortsvorsteherin Rita Neumann vor.

Der Übernahme ging eine Anfrage durch den Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg voraus, berichtete der neue Chef. „Ich habe mir danach das Haus in Benken angesehen. Es hat sehr gute Referenzen“, sagte Marterer, der nun auch Geschäftsführer der neuen Tochter ist. Mit der stillen Übernahme sollten nach seiner Aussage Spekulationen jedweder Art vermieden werden. „Wichtig für Benken ist, dass das Wohnheim erhalten bleibt“, sagt Rita Neumann. „Generationen von Einwohnern haben hier gearbeitet und es ist heute noch Arbeitgeber. Ich selbst kenne das Heim von Kindheit an“, so die Ortschefin.

Vier Standorte im Hohen Fläming

Am Namen und am Logo der Einrichtung werde sich nichts ändern. Die Mitarbeiter an den einzelnen Miteinander-Standorten in Benken, Bad Belzig, Görzke und Ziesar wurden übernommen. „Es ist jetzt unsere Aufgabe, sie Teil der RC-Familie werden zu lassen“, sagt Michael Marterer.

Für das künftige Engagement des Vereins in der Region erwägt er, den Kinder- und Jugendbereich zu erweitern. Aktuell werden in Benken 17 Plätze für diese Altersgruppen vorgehalten. Erste Gespräche zur Bedarfsermittlung seien angelaufen. Eine weitere Expansion des Trägers der Behindertenhilfe in Potsdam-Mittelmark sei damit nicht ausgeschlossen.

Investitionen in den Brandschutz

Vorerst soll am Standort Benken jedoch in den Brandschutz investiert werden, um neueste Auflagen zu erfüllen. Parallel dazu soll Geld in die technischen Anlagen und in die Sanitäranlangen gesteckt werden. Ferner soll die Ausstattung des Hauses aufgebessert werden. Als ersten Schritt erhält der Pool vor dem Haupthaus aus Sicherheitsgründen einen Zaun.

Für das Interesse des RC, als Träger in der Behindertenhilfe auch in Potsdam-Mittelmark präsent zu sein, spiele seine eigene berufliche Biografie eine Rolle, sagte Marterer. Die erste Anstellung nach Abschluss seines Studiums erhielt der heute 68-Jährige nämlich in einer Klinik mit Kinderstation, in der geistig behinderte Kinder und Jugendliche behandelt wurden. Mit der Wohnstätte „Hoher Fläming“, in der genau diese Altersgruppe betreut wird, erfülle er sich den Wunsch, das bereits bestehende RC-Angebot um genau diesen Bereich zu erweitern, sagte der neue Hausherr.

Von Christiane Sommer

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