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Potsdam-Mittelmark Wohnstätte „Belizi“: Fahrstuhl ist startklar
Lokales Potsdam-Mittelmark Wohnstätte „Belizi“: Fahrstuhl ist startklar
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18:20 16.08.2016
An der Wand des neuen Fahrstuhls wurden allerlei Abdrücke hinterlassen.
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Bad Belzig

Seit fünf Jahren wohnen 20 behinderte Menschen im ehemaligen Hotel „Belizi“ an der Straße der Jugend. Jetzt endlich konnte dort mit Hilfe der „Stiftung Mensch“ ein Aufzug eingebaut werden. „Damit können jetzt beide Stockwerke von Menschen mit eine Mobilitätsbehinderung erreicht werden“, sagt Sebastian Steinke-Hennig voller Freude. Nicht weniger als ein Jahr hatte die Vorbereitung in Anspruch genommen, bestätigt der Einrichtungsleiter.

Rund 90 000 Euro wurden von Fliedners Wohn- und Werkstätten, die zur Lafim-Gruppe der Diakonie gehören, investiert. Davon bekam der Betreiber etwa ein Viertel der Summe gesponsert.

Symbolisches Banddurchtrennen. Quelle: Andreas Koska

Anlässlich des Sommerfestes übergab Michael Trepte jetzt den symbolischen Schlüssel an die stellvertretende Heimbeiratsvorsitzende Janine Berndt. „Wir haben hier gut arbeiten können“, erklärte der Bauleiter. „Die Bewohner nahmen die Beeinträchtigungen im Alltag mit viel Geduld hin“, dankte er ihnen. Immerhin dauerte der Einbau vier Monate.

Für den Behindertenbeauftragte des Landkreises Potsdam-Mittelmark ist die Einrichtung ein gutes Beispiel für Inklusion. „Mitten im jüngsten Wohngebiet der Kur- und Kreisstadt hat sie sich etabliert“, bestätigt Udo Zeller, der quasi um die Ecke wohnt. „Mit täglichen Begegnungen in der Nachbarschaft – so werden Barrieren abgebaut und Akzeptanz geschaffen“, ist er überzeugt. Freilich hätte er sich gefreut, wenn der Aufzug schon in den Zeiten vor 2010 vorhanden gewesen wäre, als es noch Hotel war. Er weiß, dass insgesamt nur wenige Beherbergungsbetriebe im Hohen Fläming über diese Ausstattung verfügen, obwohl es immer mehr nach Nachfrage danach gibt.

Die Freude zeigten die Bewohner und Mitarbeiter, indem sie farbige Abdrücke ihrer Hände an der Wand des neu entstandenen Fahrstuhlturms hinterließen. Eine Plastikplatte soll das kleine Kunstwerk in Zukunft für die Nachwelt vor Abrieb schützen. Einen kleinen Wermutstropfen gab es nach der Durchtrennung des symbolischen Bandes doch noch. „Die TÜV-Abnahme steht noch aus. Deshalb darf der Fahrstuhl noch nicht benutzt werden“, sagte Steinke-Hennig. Ende August wird sie erfolgen. Danach werden sich die Bewohner gegenseitig besuchen können.

Von Andreas Koska

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