Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Wohnstätte „Belizi“: Fahrstuhl ist startklar

Lift für Behinderte Wohnstätte „Belizi“: Fahrstuhl ist startklar

Insbesondere die Gehbehinderten der 20 Bewohner der Wohnstätte „Belizi“ freuen sich über den Einbau des lang ersehnten Fahrstuhls. Rund 90 000 Euro hat die Nachrüstung in dem einstigen Hotel gekostet. Zum Sommerfest hat die Einweihung stattgefunden. Die Jungfernfahrt des Liftes lässt aber noch auf sich warten.

Voriger Artikel
Eiscafé auf der Insel wird Ende August eröffnet
Nächster Artikel
Wald bleibt ohne besonderen Schutz

An der Wand des neuen Fahrstuhls wurden allerlei Abdrücke hinterlassen.

Bad Belzig. Seit fünf Jahren wohnen 20 behinderte Menschen im ehemaligen Hotel „Belizi“ an der Straße der Jugend. Jetzt endlich konnte dort mit Hilfe der „Stiftung Mensch“ ein Aufzug eingebaut werden. „Damit können jetzt beide Stockwerke von Menschen mit eine Mobilitätsbehinderung erreicht werden“, sagt Sebastian Steinke-Hennig voller Freude. Nicht weniger als ein Jahr hatte die Vorbereitung in Anspruch genommen, bestätigt der Einrichtungsleiter.

Rund 90 000 Euro wurden von Fliedners Wohn- und Werkstätten, die zur Lafim-Gruppe der Diakonie gehören, investiert. Davon bekam der Betreiber etwa ein Viertel der Summe gesponsert.

Symbolisches Banddurchtrennen

Symbolisches Banddurchtrennen.

Quelle: Andreas Koska

Anlässlich des Sommerfestes übergab Michael Trepte jetzt den symbolischen Schlüssel an die stellvertretende Heimbeiratsvorsitzende Janine Berndt. „Wir haben hier gut arbeiten können“, erklärte der Bauleiter. „Die Bewohner nahmen die Beeinträchtigungen im Alltag mit viel Geduld hin“, dankte er ihnen. Immerhin dauerte der Einbau vier Monate.

Für den Behindertenbeauftragte des Landkreises Potsdam-Mittelmark ist die Einrichtung ein gutes Beispiel für Inklusion. „Mitten im jüngsten Wohngebiet der Kur- und Kreisstadt hat sie sich etabliert“, bestätigt Udo Zeller, der quasi um die Ecke wohnt. „Mit täglichen Begegnungen in der Nachbarschaft – so werden Barrieren abgebaut und Akzeptanz geschaffen“, ist er überzeugt. Freilich hätte er sich gefreut, wenn der Aufzug schon in den Zeiten vor 2010 vorhanden gewesen wäre, als es noch Hotel war. Er weiß, dass insgesamt nur wenige Beherbergungsbetriebe im Hohen Fläming über diese Ausstattung verfügen, obwohl es immer mehr nach Nachfrage danach gibt.

Die Freude zeigten die Bewohner und Mitarbeiter, indem sie farbige Abdrücke ihrer Hände an der Wand des neu entstandenen Fahrstuhlturms hinterließen. Eine Plastikplatte soll das kleine Kunstwerk in Zukunft für die Nachwelt vor Abrieb schützen. Einen kleinen Wermutstropfen gab es nach der Durchtrennung des symbolischen Bandes doch noch. „Die TÜV-Abnahme steht noch aus. Deshalb darf der Fahrstuhl noch nicht benutzt werden“, sagte Steinke-Hennig. Ende August wird sie erfolgen. Danach werden sich die Bewohner gegenseitig besuchen können.

Von Andreas Koska

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg