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Potsdam-Mittelmark Wohnungen, Wege, Versprechen
Lokales Potsdam-Mittelmark Wohnungen, Wege, Versprechen
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07:15 29.11.2016
Besonders kritisch werden jetzt jene Kleinmachnower auf Gruberts Arbeit schauen, die einen Wechsel auf dem Chefsessel wollten. Quelle: Christel Köster
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Kleinmachnow

Die zweite Wahlperiode dürfte die schwierigere sein. Der am Sonntag im Amt des Bürgermeisters bestätigte Michael Grubert (SPD) war bei der Wahl 2009 der Außenseiter. Da überwog die Erwartung an den Neuen – und jüngeren. Jetzt hatte er nicht nur eine „sehr gute“ Gegenkandidatin, wie er selbst sagte, die mit einem achtbaren Ergebnis von 42,2 Prozent ein Signal setzte. Eine Sympathieträgerin war Uda Bastians (44/CDU) durchaus auch für Traditionswähler anderer Parteien, wie die MAZ in einer Kurzumfrage feststellte. Mit „jünger, weiblich, sehr offen und freundlich“ punktete sie offenbar, auch wenn die Sympathie nicht sofort in eine Stimme mündete. Mit „richtig bösen“ oder „abschreckenden“ Vorschlägen war sie ja nicht ins Feld gezogen.

In der neuen Wahlperiode, die offiziell Anfang April 2017 beginnt, steht Grubert mehr denn je im Fokus der Kritiker, die „seine Hinterzimmerpolitik“, die „mangelnde Transparenz“ und „seine vielen Versprechungen“ monieren. Dabei geht es nicht nur um bezahlbaren Wohnungsbau, der nach einem Mehrheitsbeschluss links und rechts am Stahnsdorfer Damm mit Lärmschutzriegel zur Autobahn – womöglich in „Billigarchitektur“- entstehen soll, sondern auch um günstige Mieten innerhalb des Ortes im Bestand der gemeindlichen Gewog, um Verkehrslösungen, erneuerte Gehwege, mehr Fahrradstellplätze – als klimafreundliche Kommune eher zu Lasten weiterer Pkw-Plätze – , das versprochene Parkraumbewirtschaftungskonzept für den Rathausmarkt, Waldkataster, Bücherboxen und den Erhalt historischer Gebäude, die der Bürgermeister veräußern oder verpachten will.

Grubert, der bewusst ohne Hinweis auf seine Partei plakativ durch den Wahlkampf zog, (was bei einigen Genossen nicht gut ankam), weil er „parteiübergreifend für alle Bürger da sein will“, hatte vor der Wahl für sich eine positive Bilanz gezogen und am Sonntagabend auch seiner „gut arbeitenden Verwaltung“ gedankt. Wie angekündigt wolle er jetzt die 30 bis 35 seniorengerechten Wohnungen auf dem letzten freien Grundstück an der Förster-Funke-Allee bauen lassen. Mit den Rentnern in den künftigen Wohnungen auf dem Gemeindegrundstück neben dem Biomarkt, werde es „kein Verkehrschaos geben“, versicherte er. Für den Beschluss zur Wohnbebauung mit günstigeren Mieten am Stahnsdorfer Damm hatte er anständig Rückendeckung von den Linken bekommen, mit deren Stimmen er rechnen durfte.

Für Wolfgang Blasig, Landrat von Potsdam-Mittelmark und Gruberts Amtsvorgänger in Kleinmachnow, war der Wahlkampf „ziemlich konturenlos“, wie er der MAZ sagte. Besonders den „besser verdienenden Sozialdemokraten“ müsse aber bewusst geworden sein, dass es sich „auch mit einer sozial besseren Durchmischung gut leben lässt“, so Blasig. Der „guten“ Gegenkandidatin attestierte er „ein Spitzenergebnis – von 0 auf 100!“.

Vier von 18 Wahllokalen gingen an die Gegnerin

Mit dem amtlichen Endergebnis der Wahl ist heute zu rechnen.

Herausforderin Uda Bastians (CDU) hat in vier der 18 Stimmbezirke gesiegt.

So holte sie: Gorkischule 54,8 Prozent, Eigenherd-Schule 53,1 Prozent, Kita Karl-Marx-Straße 54,5 Prozent und im Augustinum 52,8 Prozent. In allen drei Briefwahlbezirken lag Grubert mit 54,4 bis 68,3 Prozent weit vorn.

Von Claudia Krause

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