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Wohnungsgenossenschaft will wieder wachsen

Bad Belzig Wohnungsgenossenschaft will wieder wachsen

Bad Belzig ist ein gefragter Wohnstandort. Auch hat die Genossenschaft Klinkengrund ihre Kredite von der umfassenden Sanierung in den 90er-Jahren abbezahlt. Da schmiedet sie jetzt – anlässlich des 60. Geburtstages – Pläne für die Zukunft. Aufstockung im Bestand, Neubau und sogar Sanierung in der historischen Altstadt werden erwogen.

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Vorstandsvorsitzende Anita Wachner (r.) verteilt den Geburtstagskuchen an die Mitglieder der Wohnungsgenossenschaft Klinkengrund.

Quelle: Christiane Sommer

Bad Belzig. Die Wohnungsgenossenschaft Klinkengrund wird in Zukunft wohl wieder wachsen. „Wir planen, die eigenen Häuser aufzustocken und können uns darüber hinaus vorstellen, neu zu bauen.“ Das hat Anita Wachner angekündigt. Nach interessanten Lücken in der Kur- und Kreisstadt werde bereits Ausschau gehalten.

Als nicht uninteressant für das Portfolio nennt die Geschäftsführerin in diesem Zusammenhang zwei seit Jahren leer stehende benachbarte Wohn- und Geschäftshäuser im historischen Zentrum, in der Magdeburger Straße. Auch der Abriss eines alten Garagenkomplexes im Klinkengrund zugunsten eines Wohnungsneubaus wird erwogen.

Anlass waren die Feierlichkeiten anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Gemeinschaft. Auf dem Hof von Goethestraße 13/15 und 17/19 waren Partyzelte aufgebaut. Die vielen Sitzgelegenheiten bleiben nicht lange leer. Männer, Frauen und Kinder verlebten einen unbeschwerten Nachmittag. Das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Görzke überbrachte ein Ständchen und legte mit einem Tusch für die Chefin los. Seit 1990 steht sie an der Spitze.

„Der 24. August 1957 war der Gründungstag“, rief sie allen nochmals das Datum ins Gedächtnis. An die Anfänge mit vielen Eigenleistungen können sich noch zahlreiche Anwesende erinnern. Zwei Jahre später waren die beiden ersten zweigeschossigen Mehrfamilienhäuser bezugsfertig. Dort wird diesmal Speis und Trank ausgegeben und schließlich auf die Jubilarin angestoßen.

„Nach der Wende waren Gedanken an solches Wachstum gar nicht möglich,“ bestätigt Anita Wachner. „Seinerzeit musste erst einmal modernisiert werden“, so die Vorstandsvorsitzende. Jetzt, da die Kredite von damals quasi getilgt seien, könne die Genossenschaft in die Zukunft blicken und neue Pläne schmieden.

Aktuell gibt es ihrer Aussage nach in den 15 Häusern mit ihren 311 Wohnungen keinen Sanierungsrückstand. Nur an drei Häusern gibt es noch keine Balkone. Und es gibt wie in Bad Belzig allgemein üblich keinen Lehrstand. Die Quartiere der Klinkengrund-Genossenschaft sind begehrt. Ungeachtet des Genossenschaftsanteils, der sich je nach Wohnungsgröße zunächst eingezahlt werden muss und sich beispielsweise für eine Drei-Zimmer-Wohnung auf rund 2700 Euro beläuft.

„Die Aufbaustunden, die einst zu leisten waren, gibt es schon seit 1989 nicht mehr“, so Wachner weiter. Über die Wendejahre, während der aus der Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft die Wohnungsgenossenschaft „Klinkengrund“ wurde, sagt sie: „Es war eine schwierige Zeit“.

Die meisten Mitglieder der Genossenschaft kamen freilich jung verheiratet in den 60er- und 70er-Jahren in die Genossenschaft, sind dann mit ihr gealtert. „Das Durchschnittsalter unserer Mieter liegt bei 60 Jahren“, bestätigt die Chefin.

Der Anbau von Fahrstühlen am Häuserbestand wurde noch nicht sofort angestrebt wurde, heißt es. Er könne erfolgen, wenn tatsächlich die zwei- und drei geschossigen Wohnblöcke der Genossenschaft aufgestockt werden. Bis dahin wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Frühestens ab 2020 lautet die Prognose der Vorstandsvorsitzenden.

Von Christiane Sommer

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