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Potsdam-Mittelmark Wohnungsgesellschaft saniert Häuser
Lokales Potsdam-Mittelmark Wohnungsgesellschaft saniert Häuser
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15:49 15.07.2016
Nach jahrelanger Untätigkeit will die Gemeinde Stahnsdorf nun die maroden Häuser in Sputendorf sanieren lassen. Quelle: H. Helwig
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Sputendorf

Die alten Mietshäuser am Ernst-Thälmann-Platz in Sputendorf sollen von der kommunalen Wohnungsgesellschaft Woges übernommen und saniert werden. Das beschlossen die Stahnsdorfer Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstag. Die früheren Landarbeiterhäuser waren wegen ihres katastrophalen Bauzustandes in die Schlagzeilen geraten. Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) hat den Auftrag, bis 30. September ein Modernisierungskonzept für den Wohnblock sowie für weitere Häuser in Sputendorf, Schenkenhorst und Stahnsdorf vorzulegen. Die Kosten allein für die Wohnungen am Ernst-Thälmann-Platz werden auf etwa 2,1 Millionen Euro geschätzt. Sie sollen zum Teil aus den Erlösen der Verkäufe kommunaler Grundstücke beglichen werden.

Ein Grundstücksexperte sowie ein Bausachverständiger hatten unter anderem auch zum Zustand der verfallenden Häuser in Sputendorf ein Gutachten erarbeitet. Die Ergebnisse sollen nun in ein Sanierungskonzept münden, in dem die Dringlichkeit und der Zeitablauf jeder einzelnen Maßnahme der Reihe nach konkret festgelegt werden. „Wir haben dieses Konzept schon in Auftrag gegeben, weil wir selbst es nicht erarbeiten können“, sagte Stahnsdorfs Kämmerin Elke Höhne in der Ratssitzung. Auch Bürgermeister Albers wies auf die Notwendigkeit des Fachverstandes eines Architekten hin. Der wird die Gemeinde rund 35 000 Euro kosten. Das Geld soll aus der Haushaltsposition „Instandsetzung/Wohnungen“ entnommen werden.

Um den Verkauf der Grundstücke macht sich Albers keine großen Sorgen. Die Nachfrage sei relativ hoch, sagte er. Etwaige Mieter seien von dem Eigentümerwechsel nicht betroffen, da die Gebäude auf drei der fünf Flächen leer stünden, ein Grundstück unbebaut sei und ein Grundstück vom Mieter selbst gekauft werde, nahm Kämmerin Höhne den Gemeindevertretern die Sorge um betroffene Stahnsdorfer. Sollten sich die Flächen wider Erwarten nicht verkaufen lassen, müsse die Woges einen Kredit für die Sanierung aufnehmen. Notfalls würde Stahnsdorf eine Bürgschaft übernehmen, meinte Albers. Gemeindevertreterin Rosemarie Kaersten (Linke) schlug vor, zur Finanzierung die Gewinne in der Wohnungsgesellschaft zu belassen, die diese sonst an die Gemeinde Stahnsdorf abführt.

„In jedem Jahr stehen im Gemeindehaushalt rund 100 000 Euro für die Wohnungssanierung zur Verfügung. Doch für Sputendorf wurde nichts getan“, musste sich der Bürgermeister in der Diskussion von CDU-Mann Peter Weiß anhören. Doch Albers kartete zurück. Ihn habe Ende Juni eine Mitarbeiterin der Bauaufsicht des Landkreises angerufen und gesagt, CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Mühlner habe sich bei ihr „im Auftrag des Bürgermeisters“ nach etwaigen Maßnahmen der Behörde zu den Sputendorfer Häusern erkundigt. Mühlner wies diese Darstellung zurück. Er habe sich zweifelsfrei als Gemeindevertreter zu erkennen gegeben und sich nach einem Vor-Ort-Termin erkundigt, den die Baubehörde in Sputendorf erwogen habe und bei dem er unbedingt dabei sein wollte.

Budget für Wohnungsreparaturen wurde verdoppelt

Die finanziellen Mittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro können erst ab dem nächsten Jahr zur Verfügung gestellt werden, hießt es. Sie müssen erst noch in der Haushaltsklausur der Gemeindevertretung bestätigt werden.

Das Gutachten zur Untersuchung des kommunalen Wohnungsbestandes war bereits im November 2014 von der Stahnsdorfer Gemeindevertretung beschlossen worden.

Ein ehemaliges Stallgebäude auf dem Hof der Wohnanlage soll durch die Reparatur des Bauzaunes wieder besser gesichert werden. Durch Lücken waren regelmäßig Kinder in die Ruine eingedrungen und hatten dort gespielt.

Vor Jahren hatten die Stahnsdorfer Gemeindevertreter das Budget für Reparaturen und Sanierungen in und an Wohnungen von 50 000 Euro auf 100 000 Euro verdoppelt.

Beginnen sollte die Sanierung in einem leer stehenden Aufgang, schlägt Ortsvorsteher Rolf-Denis Kupsch („Wir Vier“) vor.

Von Heinz Helwig

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