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Wolfgang Blasig soll weiter Landrat bleiben

SPD Potsdam-Mittelmark Wolfgang Blasig soll weiter Landrat bleiben

Die SPD-Basis Potsdam-Mittelmarks schickt Wolfgang Blasig für eine weitere Amtszeit an der Spitze des Kreises ins Rennen. Bei der Delegiertenkonferenz am Seddiner See erhielt der Amtsinhaber am Sonnabend bei sechs Gegenstimmen schließlich 87,3 Prozent der Stimmen zur Nominierung als Landratskandidat.

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Unterstützung: Wolfgang Blasig (li.) soll Landrat bleiben. Robert Dambon, Vorsitzender des Unterbezirks, gratuliert zur Nominierung.

Quelle: Greiner

Seddiner See. Der Alte soll der Neue sein. Das wünschen sich zumindest die SPD-Genossen Potsdam-Mittelmarks für den Chefposten der Kreisverwaltung. Bei ihrer Delegiertenkonferenz in der Heimvolkshochschule Seddiner See nominierte sie Wolfgang Blasig klar als einzigen Kandidaten der Sozialdemokraten für die Landratswahl im September dieses Jahres. Der Amtsinhaber erhielt von seiner Parteibasis 87,3 Prozent der Stimmen.

Der 62-jährige Sozialdemokrat und einstige Bürgermeister von Kleinmachnow ist seit 2009 Landrat von Potsdam-Mittelmark. Blasig war bis zuletzt der einzige Kandidat der SPD Potsdam-Mittelmarks und hatte bereits vor Monaten signalisiert, dass er für weitere acht Jahre als „Oberbürgermeister“ für Potsdam-Mittelmark und die rund 210 000 Einwohnern des Landkreises zur Verfügung steht.

Seit 2009 im Amt

Wolfgang Blasig freute sich am Sonnabend über das „exzellente“ Wahlergebnis und nahm die Herausforderung einschließlich der sechs Gegenstimmen gerne an. „Ich rechne aber bei der Wahl im September durchaus mit Gegenkandidaten“, sagte der Landrat. „Mein Ziel ist es auf jeden Fall, schon im ersten Wahlgang die notwendigen Stimmen zu erreichen“, sagt Blasig am Samstag vor den SPD-Delegierten.

Votum 2008 war knapp

Wolfgang Blasig (SPD) ist seit 16. Februar 2009 der Verwaltungschef im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Zuvor war er 15 Jahre lang Bürgermeister der Gemeinde Kleinmachnow.

Fast zwei Jahrzehnte lang stand zuvor Lothar Koch (SPD) aus Brück an der Spitze des Landratsamtes in Bad Belzig. Er wechselte 65-jährig in den Ruhestand.

Sein Nachfolger war im Dezember 2008 knapp mit 29 Stimmen von 52 Anwesenden der 56 Mitglieder des Kreistages Potsdam-Mittelmark bestätigt worden. Seinerzeit gab es die Auswahl aus insgesamt sechs Bewerbern.

Heutzutage werden die märkischen Landräte aber nicht mehr im Parlament bestimmt, sondern von den Bürgern per Direktwahl. Termin: 25. September und 9. Oktober (Stichwahl).

Die Kandidatur von Blasig, der am 31. März 1954 geboren wurde, wurde erst nach einer Gesetzesänderung möglich. Bislang konnte als Wahlbeamter für acht Jahre nur werden, wer jünger als 62 Jahre ist. Die Altersbeschränkung wurde voriges Jahr ad acta gelegt.

Blasig ist studierter Physiker und war Entwicklungsingenieur in Teltow. Er ist verheiratet, Vater von drei Kindern und hat inzwischen drei Enkel.

Andere Parteien halten sich derzeit noch mit einer Kandidatenkür zurück. Lediglich die Piratenpartei hat bereits Andreas Schramm für den Wahlkampf um den Spitzenposten offiziell ins Rennen geschickt.

Andere Parteien haben sich noch nicht geäußert

Wolfgang Blasig geht davon aus, dass der Kreis Potsdam-Mittelmark nach der im Land Brandenburg aktuell viel diskutierten und stark umstrittenen Gebietsreform in seine jetzigen Grenzen erhalten bleibe. Für eine weiter Arbeit steckt Blasig auch schon weitere Themen an. So will der Landrat sich dafür stark machen, dass im Kreis geförderte Sozialwohnungen gebaut werden. Bei der Vergabe der Mietwohnungen sollten „ohne Konkurrenzdenken“ Einheimische wie auch Flüchtlinge berücksichtigt werden. Für die schnellere Bearbeitung von Bauanträgen strebt der Verwaltungschef eine engere Zusammenarbeit des Bauamtes mit der Umweltbehörde an.

„Aber einen Raubbau an der Natur werde ich auch künftig nicht zulassen“, sagte Blasig am Sonnabend auf der Delegiertenkonferenz an Seddiner See. Mit der Funktionalreform könnte laut Blasig die Zahl der Kreismitarbeiter um 240 neue Mitarbeiter steigen. „Wir werden keinen Standort aufgeben, prüfen aber eine Erweiterung auf dem Gelände des Feuerwehrtechnischen Zentrums in Beelitz-Heilstätten“, kündigte der Verwaltungschef an.

Von Regine Greiner

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