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Workshop an Europas größtem Energiespeicher

Physik trifft Kunst in Feldheim Workshop an Europas größtem Energiespeicher

Europas größter Batteriespeicher für Windenergie geht am Montag im energieautarken Dorf Feldheim feierlich ans Netz. Die Fassade des Gebäudes ist nach einem Schülerwettbewerb mit Graffiti-Motiven der Potsdamer Sieger aus der Klasse 9L des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder gestaltet worden. Sie hielten einen Sprayer-Workshop ab.

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Workshop: Christopher Wehr zeigt Potsdamer Schülern in Feldheim den Umgang mit der Spraydose.

Quelle: privat

Feldheim. Die Klasse 9L des Evangelischen Gymnasiums Potsdam-Hermannswerder erlebte diese Woche einen besonderen Kunstunterricht. Die 28 Mädchen und Jungen in Alter zwischen 13 und 15 Jahren wurden von einem professionellen Graffitikünstler in die Geheimnisse des Umgangs mit der Spraydose eingeweiht. Die Kulisse dieser speziellen Unterrichtseinheit war das Gelände des Regionalen Regelkraftwerks Feldheim (RRKW). Dieser größte Batteriespeicher Europas wird am Montag nach gut einem Jahr Bauzeit offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Potsdamer Schüler gewannen Wettbewerb

Für die Gestaltung des Speichergebäudes schrieben die beteiligten Unternehmen — die Zossener Energiequelle GmbH und die Auricher Enercon GmbH — im Frühjahr einen Schülerwettbewerb unter dem Motto „Physik trifft Kunst“ aus. Schüler sollten Entwürfe für die Gestaltung des Speichergebäudes einreichen. Insgesamt bewarben sich sechs Bildungsstätten aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark und dem Raum Potsdam. „Alle Bewerberklassen wurden zunächst nach Feldheim eingeladen, wo Fachingenieure und Pädagogen ihnen die Funktionsweise des innovativen Stromspeichers und dessen Bedeutung für die Energiewende darlegten“, erzählt Werner Frohwitter, Sprecher der Firma Energiequelle.

Eine Graffitiarbeit der Potsdamer Schüler

Eine Graffitiarbeit der Potsdamer Schüler.

Quelle: Privat

Aus sechs eingereichten Entwürfen ging schließlich die Arbeit der damaligen 8L des Evangelischen Gymnasiums in Potsdam-Hermannswerder als Sieger hervor. Der Entwurf — er symbolisiert das Zusammenwirken von Windenergieanlagen und Speichermedien — wurde in tagelanger Arbeit von Christopher Wehr und Philipp Vogel, den Spraydosenvirtuosen der Berliner Kunstschmiede „Frameless-Studio“, umgesetzt und auf die Fassade des neuen Speichergebäudes gebracht. Die Schüler der heutigen Klasse 9L — und mit ihnen Klassenlehrer Sebastian Schneider sowie Kunstlehrerin Anne-Kathrin Schwarz — freuten sich nicht nur über einen hübschen Geldbetrag für den nächsten Klassenausflug.

Riesige Batterie stabilisiert das Netz

Der rund 13 Millionen Euro teure Feldheimer Energiespeicher ist eine riesige Lithium-Ionen-Batterieanlage mit einer Kapazität von zehn Megawatt.

Sie wird im Windpark Feldheim erzeugte Energie speichern und Primärregelleistung für das Stromnetz zur Verfügung stellen. Primärregelleistung wird benötigt, um kurzfristige Schwankungen der Netzfrequenz auszugleichen.

Bei einem Stromüberangebot kann das Regionale Regelkraftwerk kurzfristig das Netz entlasten. Im umgekehrten Fall wird innerhalb von Sekunden Leistung abgegeben und somit das Netz stabilisiert.

Zudem konnten die Schüler unter Anleitung von Christopher Wehr und Philipp Vogel zwei Graffitiwerke selbst anfertigen. „Der Zufall wollte es, dass die Schüler im Kunstunterricht gerade das Thema Street-Art bearbeiteten“, erzählt Sebastian Schneider.

Die Klasse 9L siegte beim Entwurfswettbewerb für den Energiespeicher

Die Klasse 9L siegte beim Entwurfswettbewerb für den Energiespeicher.

Quelle: Privat

„Da kam der Entwurfswettbewerb genau zur passenden Zeit. Daneben war es auch eine ausgezeichnete Gelegenheit, den Physikunterricht mit praktischen Anwendungen zu bereichern“, so der Potsdamer Lehrer. Wie er weiter erzählt, werden die zwei in Feldheim entstandenen großen Graffitiwerke ab demnächst die Wände des Klassenraums der 9L zieren. Die nach dem Entwurf der jungen Leute gestaltete Fassade des Energiespeichers wird Montag während der offiziellen Einweihung des Regionalen Regelkraftwerkes enthüllt. In Vertretung der Klasse werden sechs Schüler vor den Festgästen – darunter Albrecht Gerber (SPD), brandenburgischer Minister für Wirtschaft und Energie – das gesprühte Kunstwerk enthüllen.

Von Thomas Wachs

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