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Würdevolles Schwarz aus Leipzig

Teltower Ehrenbürger sammelt für einen Stutzflügel Würdevolles Schwarz aus Leipzig

Hermann Lamprecht sammelt Geld für die Anschaffung eines Stutzflügels, der im Teltower Stubenrauchsaal zum Einsatz kommen könnte. Er will sich damit für die Verleihung der Ehrenbürgerschaft zu seinem 80. Geburtstag bedanken. Von der Art des Instruments hat er klare Vorstellungen

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Beim ersten Benefizkonzert für den Stutzflügel mit Pianistin Larissa Polender kamen 400 Euro zusammen. Hermann Lamprecht war erfreut.

Quelle: Stadt Teltow/Dirk Pagels

Teltow. Ein erstes Gespräch mit einem Wirtschaftsvertreter hat Hermann Lamprecht dieser Tage schon geführt. Das Ergebnis war vielversprechend. Aber es werden, wie es aussieht, noch weitere Termine mit Teltower Unternehmen vonnöten sein, bis im Ernst-von-Stubenrauch-Saal ein Stutzflügel steht. Lamprecht, der schon auf eine ganze Reihe erfolgreicher Initiativen verweisen kann und sich mit seinen Auftritten als Alter Fritz einen Namen gemacht hat, will mit der Anschaffung eines Stutzflügels auch Danke sagen für die Verleihung der Ehrenbürgerschaft zu seinem 80. Geburtstag.

Anfang Juni hatte die Konzertpianistin Larissa Polender – von ihrer 13-jährigen Tochter auf der Geige begleitet – ein Konzert gegeben, um Spenden für den Stutzflügel zu sammeln. Der Saal war zu zwei Dritteln gefüllt, mehr als 400 Euro kamen zusammen. So ein Flügel kostet aber um die 30 000 Euro. Lamprecht hat sich schon beraten lassen, welches Modell für den Saal passend wäre. Ein Blüthner soll es sein. Die Instrumente aus dem Leipziger Traditionsbetrieb werden von vielen namhaften Pianisten geschätzt. Auch in den Londoner Abbey Road Studios stand ein Blüthner. Paul McCartney hat ihn benutzt, als die Beatles 1969 „Let it be“ einspielten. Selbst zur Farbe des Teltower Instruments hat Lamprecht schon genaue Vorstellungen: „Schwarz ist ein Muss.“ Denn Schwarz strahle Würde aus.

Lamprecht, der 42 Jahre Schutzpolizist in Berlin war und selbst Klavier spielt, betont, dass der Pianist an einem Flügel direkten Kontakt zu seinem Publikum aufnehmen könne, denn anders als ein Klavier stehe der Flügel frei im Raum und rechtwinklig zu den Zuhörern. „Den musikalischen Darbietungen kann so eine ganz neue Qualität verliehen werden“, ist Lamprecht überzeugt. Es könnten gute Pianisten gewonnen werden, um das kulturelle Leben Teltows zu bereichern. Ein Raum, um das Instrument sicher unterzubringen, wenn es nicht gebraucht werde, stehe zur Verfügung. Mit Hilfe sogenannter Spinnen lasse sich der Flügel leicht aus dem Saal hinaus- und wieder hineinrollen. Auch über einen Weiheakt für das Instrument hat Lamprecht schon nachgedacht und über einen Namen: „Gratitude“ schwebt ihm vor, „Dankbarkeit“. Die 400 Euro aus dem Konzert mit Larissa Polender sind auf einem extra Konto deponiert.

Wenn Teltower Wirtschaftsvertreter nun von Lamprecht angesprochen werden, damit es nicht bei diesem Grundstock bleibt, dann müssen sie sich auf einen Mann einstellen, der mit sehr viel Leidenschaft für seine Idee wirbt. Wenn das Instrument dann da ist und gespielt wird, dann dürften die Spender stolz darauf sein, es finanziert zu haben, sagt Hermann Lamprecht.

Von Stephan Laude

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