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Wupperbrücke soll wieder aufgebaut werden

Teltower Schinkelwettbewerb Wupperbrücke soll wieder aufgebaut werden

Architekturstudenten haben sich im Rahmen des Schinkelwettbewerbs Gedanken über eine bessere Verbindung zwischen Berlin-Zehlendorf und Teltow gemacht. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Die Ergebnisse bergen so manche Überraschung.

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Vision der Studentinnen: wieder errichtete Wupperbrücke.

Quelle: AIV

Teltow/Berlin. Mit „total kreativen Ideen“ haben die Teilnehmer beim diesjährigen Schinkelwettbewerb für Aufmerksamkeit gesorgt. Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) fand die „Entwürfe allemal lohnenswert, sie in einem öffentlichen Rahmen in Teltow einmal zu diskutieren“. Sie stellten zwar Visionen von Studenten dar, die „frei von historischen Zusammenhängen und kommunalpolitischen Bindungen“, aber „unbedingt ansehenswert sind“, sagte Schmidt nach der Preisverleihung am Sonntag in Berlin der MAZ.

Mit 109 Arbeiten beteiligten sich mehr als 260 Teilnehmer aus ganz Deutschland an dem renommierten Förderwettbewerb für junge Planer, den der Architekten- und Ingenieur-Verein (AIV) zu Berlin seit 1855 auslobt. Die Aufgabenstellung sieht eine Annäherung an den Ort unter verschiedenen Perspektiven vor – Berlin und Brandenburg an einer charakteristischen Nahtstelle wie dem Teltowkanal.

Als Sieger gingen Tatjana Busch (28) und Elisabeth Stieger (26) hervor. Sie lösen Nadelöhre wie die Knesebeckbrücke über den Teltowkanal auf. In ihrer Arbeit „Teltow-Connection“ geht es umweltfreundlicher und ohne lange Umwege auch per pedes und Rad über den Kanal. 25 Jahre nach dem Mauerfall könnte der Wiederaufbau der Wupperbrücke zwischen Zehlendorf und Teltow die Bahn frei machen für eine länderübergreifende Stadtentwicklung. Für diese Idee wurden die beiden Berlinerinnen neben dem Schinkelpreis in Höhe von 3000 Euro mit dem Italienstipendium der Hans-Joachim-Pysall-Stiftung in Höhe von 2500 Euro ausgezeichnet. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 18 700 Euro vergeben. Die beiden Preisträgerinnen studieren an der TU Berlin im Masterstudiengang Landschaftsarchitektur.

In ihrer Begründung hob die Jury die Einfachheit und Klarheit der eingesetzten Mittel hervor. Der Entwurf gebe wesentliche Impulse für eine positive Entwicklung des Wettbewerbsgebiets, einem Patchwork aus einzelnen Siedlungen, Kleingartenkolonien, Gewerbe- und Industriefragmenten zwischen Ruhlsdorfer Platz in Teltow, Alt-Schönow und der Teltow-Werft auf Berliner Seite. „Die Verfasser ergänzen behutsam den Freiraum. Die vorhandene Struktur mit offenen Wiesen, Kleingärten und Baumstrukturen wird beibehalten“, hieß es. Wichtige Nordsüdachsen werden aus dem vorhandenen Stadtgefüge bis zum Uferweg geführt und als Stege bis zum Wasser verlängert.

Thomas Schmidt freut sich, dass alle Wettbewerbsbeiträge „positiv unsere Marina“ einbezogen haben. Der Wunsch der Siegerinnen nach Wiederaufbau der Wupperbrücke sei löblich, aber war von Zehlendorf und Teltow bisher verworfen worden.

Info: Beiträge bis 24. März im Foyer der Universität der Künste, Berlin, Hardenbergstraße 33, täglich zu sehen

Von Claudia Krause

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