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Wusterwitz Amtsbrandmeister wehrt sich gegen Angriffe
Lokales Potsdam-Mittelmark Wusterwitz Amtsbrandmeister wehrt sich gegen Angriffe
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19:06 24.05.2018
Ronald Melchert weist als Amtsbrandmeister alle Kritik von sich. Quelle: Frank Bürstenbinder
Wusterwitz

Ronald Melchert will 2019 aufhören. „Im April endet meine Dienstzeit als Amtsbrandmeister. Ein weiteres Mal stelle ich mich nicht zur Wahl“, bekräftigte Melchert am Mittwoch auf der Gemeindevertretersitzung in Wusterwitz. Er bekleidet die Ehrenämter Bürgermeister und Amtsbrandmeister in Personalunion. Keinen Hehl macht er aus seiner Enttäuschung gegenüber den Führungsspitzen der Feuerwehren Zitz, Viesen und Bensdorf.

Diese hatten in einem offenen Brief an Landrat Wolfgang Blasig ihrem Amtsbrandmeister das Misstrauen ausgesprochen. „Drei Tage zuvor fiel auf der Sitzung der Ortswehrführer kein böses Wort. Das nenne ich Vertrauensbruch. Mit Kameradschaft hat das nichts mehr zu tun“, kritisierte Melchert den Aufstand von drei seiner fünf Ortswehren im Amt Wusterwitz.

Debatte im Gemeinderat

Melchert nahm im Rahmen der Einwohnerfragestunde auch Stellung zu der Frage, ob er die nötigen Qualifikationen für die Funktion eines Amtsbrandmeisters besitze. Er habe alle Lehrgänge besucht, die ihn berechtigen würden dieses Ehrenamt auszuüben, so Melchert. Seit 24 Jahren bekleidet der Wusterwitzer diese Funktion, alles sechs Jahre gab es ein positives Votum vom Kreisbrandmeister. Erst vor wenigen Tagen hatte der neue Kreisbrandmeister Jens Heinze dem Wusterwitzer Amtsbrandmeister den Rücken gestärkt. Danach gibt es auch für Heinze keinen Grund, warum Melchert die Funktion nicht ausüben sollte.

Melchert verwahrte sich auf der Ratssitzung gegen Unterstellungen und Behauptungen, ohne dass die Beschwerdeführer konkrete Sachverhalte benennen würden. Er appellierte an die Feuerwehrleute offen und ehrlich miteinander umzugehen. Die Vertrauenskrise im Feuerwehrwesen löste auch unter den Wusterwitzer Gemeindevertretern eine heftige Debatte aus.

Aussprache geplatzt

Dietrich Wiebeck bedauerte die „Selbstzerfleischung“. Probleme müssten die Kameraden zunächst unter sich klären. „Ronald hat gesagt, er hat alles. Das nehme ich zur Kenntnis. Wir haben so viele andere Probleme, um die wir uns als Gemeinde kümmern müssten“, so Wiebeck. Er wolle Ronald Melchert die Verdienste für den Brandschutz nicht absprechen, sagte Jürgen Engel. Dennoch habe er den Eindruck, dass gewisse junge Leute kalt gestellt werden sollten. Ein Vorwurf den Melchert und Amtsdirektorin Ramona Mayer vehement zurückwiesen. Torsten Schulze, der auch Mitglied der Wusterwitzer Feuerwehr ist, bedauerte das mit dem offenen Brief verloren gegangene Wir-Gefühl. „Was hier abläuft ist unter der Gürtellinie. Völlig zu unrecht wird die Feuerwehr in ein schlechtes Licht gezogen.“

Zu der am diesem Donnerstag geplanten Aussprache zwischen Amtsdirektorin, Amtsbrandmeister, Kreisbrandmeister und den Ortwehrführern von Zitz, Viesen und Bensdorf kam es nicht. Die drei Feuerwehren hatten die Anwesenheit von Melchert im Vorfeld abgelehnt. Für Verwaltungschefin Ramona Mayer eine unannehmbare Bedingung.

Von Frank Bürstenbinder

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