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Wusterwitz Amtsdirektorin will sich mit Feuerwehren treffen
Lokales Potsdam-Mittelmark Wusterwitz Amtsdirektorin will sich mit Feuerwehren treffen
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14:06 26.04.2018
Die Wusterwitzer Amtsdirektorin Ramona Mayer will den Feuerwehrstreit mit einer Gesprächsrunde entschärfen. Quelle: JACQUELINE STEINER
Rosenau

Amtsdirektorin Ramona Mayer will den Feuerwehren ein Gesprächsangebot machen. Wie die Verwaltungschefin bei der Rosenauer Gemeindevertretersitzung am Mittwoch angekündigte, soll es „noch im Mai“ eine Aussprache zu den in einem offenen Brief an den Landrat gemachten Forderungen und Beschwerden der Kameraden aus Bensdorf, Zitz und Viesen geben. „Sie werden einen Brief erhalten“, sagte Mayer zum Viesener Ortswehrführer Denny Post. Einen genauen Termin wollte die Amtsdirektorin nicht nennen. In die Bemühungen um eine Problemlösung ist auch der kommissarische Kreisbrandmeister Jens Heinze involviert.

In ihrem obligatorischen Bericht an die Gemeindevertretung erwähnte Mayer die brenzlige Situation im Feuerwehrwesen des Amtes Wusterwitz mit keinem einzigen Wort. Immerhin hatten mit Zitz und Viesen zwei Rosenauer Ortsfeuerwehren Amtsbrandmeister Ronald Melchert das Misstrauen ausgesprochen. Außerdem kündigten die Wehrführer und ihre Stellvertreter die Quittierung des Dienstes an, sollte das Ehrenamt des Amtsbrandmeisters nicht neu ausgeschrieben werden.

Denny Post ergreift das Wort

Mayer informierte lieber über die Seniorentrainerausbildung im Landkreis, das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Grundsteuer und das bei Rohrnetzspülungen verbrauchte Wasser. Nur weil Viesens Ortswehrführer Denny Post in der Einwohnerfragestunde Rosenaus Bürgermeister Hans-Joachim Probst unter Druck setzte, kam das Feuerwehrthema überhaupt zur Sprache.

Viesens Ortswehrführer Denny Post verteidigt den offenen Brief an den Landrat. Quelle: Marion von Imhoff

Post warf Probst vor, den besorgten Stimmen unter den Feuerwehren kein Gehör zu schenken. „Wir haben uns den offenen Brief nicht leicht gemacht. In dieser Situation hätte sich der Bürgermeister hinter Zitz und Viesen stellen müssen. Das ist nicht passiert“, monierte der Ortswehrführer. Der Bürgermeister wies die Vorwürfe zurück. Er habe in der Vergangenheit alles für die Feuerwehren getan. Doch für Personalentscheidungen im Brandschutz sei das Amt und nicht die Gemeinde zuständig. Damit spielte Probst auf den Auslöser für den Unmut an – nämlich das Tauziehen um die Neubesetzung des Ehrenamtes als stellvertretender Amtsbrandmeister.

Tauziehen um Stellvertreterposten

Eine aktualisierte Ausschreibung gibt vor, dass Bewerber eine mehrjährige Tätigkeit in einer der Wusterwitzer Ortsfeuerwehren haben soll. Eine Klausel, die es in der ersten Variante der Ausschreibung nicht gab. Damit wird zumindest ein potenzieller Bewerber der Bensdorfer Feuerwehr ausgegrenzt , der alle nötigen Qualifizierungen vorlegen kann. Ein Mitbewerber aus Wusterwitz müsste Lehrgänge in den nächsten zwei Jahren nachholen. Das ist erlaubt. Doch auch der jetzige Amtsinhaber Stephan Krauße ist nach sechs Jahren bereit, das Amt weiter auszuüben. Es wird deshalb auf einen zweiten Stellvertreter hinauslaufen, wie es auch vom ehemaligen Kreisbrandmeister Herbert Baier empfohlen worden war. Die Bewerbungsfrist endet am 18. Mai.

Melchert soll Qualifikation nachweisen

Für den Warchauer Ortsvorsteher Wolfgang Geelhaar steht fest: „Feuerwehr geht uns alle an, denn die Kameraden sollen sich im Dienst wohl fühlen.“ Er sprach sich dafür aus, dass Amtswehrführer Ronald Melchert die Spekulationen um seine fachliche Qualifikation beenden soll, in dem er die Nachweise offen legt. Der Wusterwitzer Gemeindevertreter Lothar Ohge (Die Linke) hat in dieser Sache Akteneinsicht beim Amt beantragt.

Von Frank Bürstenbinder

Die Wusterwitzer Verwaltungschefin Ramona Mayer hat den in die Schusslinie geratenen Amtswehrführer Ronald Melchert den Rücken gestärkt. Jetzt tut es die Wusterwitzer Feuerwehr. In einer Stellungnahme sagen Kameraden ihre Meinung zum offenen Brief aus Zitz, Bensdorf und Viesen an den Landrat.

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