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Wusterwitz Lecks, Faulgase, Investitionen – Wasserpreise ziehen an
Lokales Potsdam-Mittelmark Wusterwitz Lecks, Faulgase, Investitionen – Wasserpreise ziehen an
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16:02 06.11.2018
Trinkwasser aus dem Wasserhahn Quelle: Christian Zielke
Amt Wusterwitz

Private Haushalte und gewerbliche Kunden in den Gemeinden Wusterwitz, Bensdorf und Rosenau müssen sich auf steigende Gebühren für Trink- und Abwasser einstellen. Der Amtsausschuss hat am Montag die entsprechenden Satzungen aktualisiert. Grundlage ist eine Neukalkulation der Einnahmen und Ausgaben, wie sie alle zwei Jahre in Auftrag gegeben wird. Danach steigt der Kubikmeterpreis bei Trinkwasser von derzeit 1,22 Euro auf 1,31 plus sieben Prozent Mehrwertsteuer. Beim Abwasser gibt es einen Sprung von 2,25 Euro auf 2,68 Euro je Kubikmeter.

Mehr Geld für Nutriox

Begründet wird der Preisanstieg unter anderem mit erhöhten Forderungen der Brawag als Lieferant beziehungsweise als Abnehmer des Abwassers. Steigende Kosten verursacht der Einsatz des Mieftöters Nutriox, der nicht nur die Gerüche der Faulgase, sondern auch deren Aggressivität gegenüber Anlagenteilen und Betonschächten neutralisiert. So ist für das kommende Jahr eine Ausgabe in Höhe von rund 14 000 Euro geplant, das sind rund 10 000 Euro mehr als bisher.

„Außerdem kommen unsere 20 Pumpwerke in die Jahre. Hier besteht einiger Sanierungsbedarf“, kündigte Amtsdirektorin Ramona Mayer an. Schwefelhaltige Faulgase bilden sich, weil bei langen Leitungen zu wenig Wasser durch das Rohrsystem fließt. Ein Problem, mit dem sich nicht nur die Wusterwitzer heraumschlagen. Einen Zweckverband gibt es nicht nicht. Die drei Kommunen hatten die hoheitliche Aufgabe der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung dem Amt Wusterwitz übertragen.

Gebühren sind kostendeckend

„Wir erheben ausschließlich kostendeckende Gebühren. Bei uns muss kein Verband mit Dienstwagen und so weiter finanziert werden“, sagte der Wusterwitzer Bürgermeister Ronald Melchert. Bei Trinkwasser gibt es nach wie vor das Problem von Mengenverlusten durch Lecks in den Leitungen. „Einige Schadstellen sind bereits geortet und repariert. Doch noch immer gibt es undichte Stellen“, so die Amtsdirektorin.

Von Frank Bürstenbinder

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