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Wusterwitz Serenadenkonzert im historischen Herrenhaus
Lokales Potsdam-Mittelmark Wusterwitz Serenadenkonzert im historischen Herrenhaus
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06:41 30.04.2018
Klassisches Klänge mit „Holz pur“ in den sanierten Räumen des Rogäsener Herrenhauses. Quelle: Christine Lummert
Rogäsen

Wenn die Havelländischen Musikfestspiele im kommenden September zum zweiten Mal in diesem Jahr im Schloss Rogäsen zu Gast sind, dann haben manche Kulturliebhaber vielleicht einen ganz kurzen Weg zum Musikgenuss. „Aktuell liegt unser Fokus auf dem Seitenflügel des Schlosses in dem insgesamt vier Zimmer für unser zukünftiges Bed-and-Breakfast-Angebot entstehen sollen“, erklärt Karl Geyer, der sich zusammen mit seiner Frau Marion seit 2013 Schlossbesitzer nennen kann.

Einfach mal aus dem eigenen Zimmer ins den Musiksaal des Schlosses hinüberflanieren, das funktionierte am Samstag also noch nicht. „Aber es ist immer wieder eine Überraschung, wie sehr sich das Rogäsener Schloss von einem Konzert zum nächsten verwandelt hat und weiterwächst“, betonte Madleen Fox, die Leiterin der Havelländischen Musikfestspiele, bei ihrer Begrüßung der etwa 50 angereisten Musikliebhaber.

Kooperation mit der UdK

Zu hören war diesmal ein ganz besonderes Konzert. Seit drei Jahren kooperieren die Musikfestspiele mit der Universität der Künste (UdK) in Berlin. Dort wird regelmäßig der Wettbewerb „Holz pur“ für die Studierenden der Holzbläserklasse ausgeschrieben und neben Ehre und Applaus bekommen die Gewinner die Möglichkeit, ein eigenes Konzert im Rahmen der Havelländischen Musikfestspiele zu gestalten. „In diesem Jahr hat zwar gleich ein Sextett gewonnen“, informierte Fox das erwartungsfrohe Publikum. „Mit einem Serenadenprogramm wird die Musik für das kleine aber feine Musikzimmer des Schlosses nicht zu mächtig.“

Bevor die Hörner, Klarinetten und Fagotte in voller Stärke zu hören waren, machten Ariane Rovesse (Klarinette), Jan-Lukas Willms (Klarinette) und Laura Lorx (Fagott) im Trio den Anfang. Wolfgang Amadeus Mozarts Divertimento Nr. 4 für Klarinetten und Fagott schwebte leicht und verspielt durch den Raum und bezauberte die Zuhörer. Für Ludwig van Beethovens Sextett Es-Dur, Opus 71 vervollständigten die beiden Hornisten Eva Lilla Fröschl und Aaron Seidenberg, sowie Chien Wei Wu am Fagott die Gewinner-Gruppe des „Holz pur“-Wettbewerbs.

Adagio und Rondo von Carl Maria von Weber

Mit dem Adagio und Rondo von Carl Maria von Weber und dem Hornduo Nr. 1 in F-Dur von Otto Nicolai, dem Begründer der Wiener Philharmoniker, spielten sich die jungen Musiker weiter vor im klassischen Musikrepertoire bis hinein ins 19. Jahrhunderts. Wohlgeordnet, melodiös und schön im Klang, eben reine Klassik.

Mit dem letzten Stück des Programms, Matyas Seibers Serenade aus dem Jahr 1925, betraten Musiker und Zuhörer modernere Musikzeiten. Der im Jahr 1905 in Ungarn geborene Seiber studierte in Budapest Cello und war in den zwanziger Jahren unter anderem in Musikkapellen auf Ozeandampfern engagiert.

Die fuhren auch nach New York und aus den Clubs der Stadt brachte Seiber Jazzeinflüsse mit zurück nach Europa und in seine Kompositionen. Die Serenade, die am Samstag im Musikzimmer des Schlosses zu hören war, stieß bei Matyas Seibers älteren Zeitgenossen nicht auf Beifall. Zu avantgardistisch und modern für die klassisch geprägten Ohren. Das Rogäsener Publikum war da weitaus aufgeschlossener und zeigte sich begeistert von der Interpretation der sechs jungen Musiker.

Von Christine Lummert

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