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Potsdam-Mittelmark Xaviers Erbe sorgt für Unmut
Lokales Potsdam-Mittelmark Xaviers Erbe sorgt für Unmut
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17:29 10.04.2018
Ein Spaziergänger bahnt sich seinen Weg durch die umgestürzten Bäume am Caputher See. Quelle: Anne Knappe

Die entwurzelten Bäume stammen noch vom Sturmtief „Xavier“. Im Oktober letzten Jahres fegte der Orkan mit bis zu 120 Stundenkilometern über das Land und sorgte landesweit für großes Chaos. Tagelang räumten Feuerwehr und freiwillige Helfer in Brandenburg auf (MAZ berichtete).

Nun, über fünf Monate später, liegen die Bäume am Caputher See noch immer. „Man fragt sich schon, ob das überhaupt jemand weg macht?“, sagt ein Spaziergänger, der den Caputher See regelmäßig mit seiner Familie umrundet. „Sonst verwildert der Weg wahrscheinlich – und das wäre doch sehr schade.“ Eine andere 78-jährige Rentnerin berichtet, wie sie am vergangenen Wochenende durch die Bäume kletterte. Etwas geschnauft habe sie schon, erzählt sie.

Um den See zu umrunden, müssten Spaziergänger allerdings nicht zwingend dort langlaufen. „Alle ausgeschilderten Haupt- und Wanderwege rund um den Caputher See sind frei“, teilte Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) auf MAZ-Anfrage mit. Viele Wanderwege führen hier beispielsweise nach Seddin oder zum Lienewitzsee. Tatsächlich handelt es sich bei dem Stück an der äußersten Spitze des Sees um einen Trampelpfad, der gerne als Abkürzung genutzt wird. Ursprünglich entstand er durch Anwohner sowie durch Forst und Jagd. So hat ein Jäger dort seinen Ansitz samt vorgelagerter Fütterungsstelle. Grundstückseigentümer des besagten Stücks zwischen Forstbesitz westlich und Kiefernbestand östlich sei der Naturschutzbund (NABU). Dieser teilte auf Anfrage der Gemeinde mit, dass eine Beräumung der umgestürzten Bäume und Äste nicht stattfinden werde.

Denn laut Auftrag der NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe“ sollen diese Bereiche der Rückentwicklung in naturnahe Wälder dienen und so Vögeln, Insekten, Pilzen oder Säugetieren wie Fledermäusen Lebensraum bieten. „Der Naturschutz geht an dieser Stelle also vor“, sagt Kerstin Hoppe. Allen Wanderern empfiehlt die Gemeinde daher, die ausgewiesenen Wanderwege zu nutzen.

Von Anne Knappe

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