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Potsdam-Mittelmark Zähes Ringen um Zweckverbands-Auflösung
Lokales Potsdam-Mittelmark Zähes Ringen um Zweckverbands-Auflösung
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10:12 14.02.2017
Frisches Wasser aus dem Hahn. Quelle: dpa
Golzow

Uwe Brückner, Bürgermeister von Kloster Lehnin und Verbandsvorsteher des Trink- und Abwasserzweckverbandes TAZV Freies Havelbruch, hat für den 2. März eine wichtige Verbandsversammlung angekündigt. Es geht um den Fahrplan und die weiteren Einzelheiten für die Auflösung des Verbandes. Um diese auf den Weg zu bringen, hat das Land bekanntlich zu Jahresbeginnn eine Förderung von 1,04 Millionen Euro bewilligt aus dem Schuldenmanagementfonds. Das Geld soll die Auflösung des Verbandes und Integration der Orte Golzow, Oberjünne, Krahne und Reckahn in andere Verbände ermöglichen.

Über die Bedingungen der Förderung wird die Verbandsversammlung nun beraten. Brückner hält eine Auflösung bis Ende 2018 für realistisch. Bisher gab es für den seit Jahren in Auflösung befindenen Mini-Verband mehrere Termine dafür. Wie berichtet, plant die Gemeinde Kloster Lehnin die Orte Reckahn und Krahne dem Zweckverband Werder-Havelland anzugliedern, dem bereits die übrigen Kloster-Lehnin-Ortsteile angehören. Oberjünne und Golzow könnten abwassertechnisch zum Abwasserzweckverband Planetal wechseln, der über 10 000 Einwohner zuständig ist.

Dessen Verbandsvorsteher Karl-Ingo Stübing macht die Schwierigkeiten dabei deutlich. Er fordert die komplette Entschuldung des TAZV durch das Land. Seiner Einschätzung nach reichten dafür die 1,04 Millionen Euro nicht aus. Tatsächlich liegen die Schulden nach Angaben Brückners von Dienstag bei 1,8 Millionen Euro ( Stichtag 31. Dezember 2016). Sollte die Entschuldung vollzogen werden, sei eine Übernahme Golzows und Oberjünnes zum 1. Januar 2018 rein technisch möglich. „Es geht jetzt nur noch um den schnöden Mammon“, sagte Stübing auf MAZ-Anfrage.

„Die Einwohner des AZV Planetal bezahlen nicht den Mist, den der TAZV Freies Havelbruch seit Jahren gebaut hat.“ Denkbar seien zwar zwei verschiedene Gebietstrarife. „Mir tun nur die Einwohner von Oberjünne und Golzow leid, wenn sie das doppelte für die Entsorgung zahlen müssten im Vergleich zu den übrigen Haushalten in unserem Verbandsgebiet.“

Von Marion von Imhoff

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