Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Tödliche Abkürzung über die Gleise
Lokales Potsdam-Mittelmark Tödliche Abkürzung über die Gleise
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:35 07.05.2014
Das Schild macht es deutlicher: Am Gleis ist es gefährlich. Quelle: T. Wachs
Bad Belzig

Die drei Bahnunfälle an der Regionalexpresslinie 7, bei denen im April jeweils ein Todesopfer zu beklagen war, sind noch in aller Munde. Die gefühlte Häufung der Unglücke liegt zumindest in der Tendenz. In Berlin-Brandenburg haben sich im vergangenen Jahr 108 solcher Zugunfälle ereignet. 2012 wurden 85 Kollisionen mit Todesfolge registriert. Das geht aus der Statistik der Bundespolizei hervor. Sie unterscheidet jedoch nicht zwischen Suizid oder Unfall, da die Todesermittlungsverfahren in der Regel bei der Polizei der Länder geführt und abgeschlossen werden, wie es auf MAZ-Anfrage hieß.

Insbesondere die Tragödie um einen 49-Jährigen, der nahe des Bahnhofs der Kur- und Kreisstadt seinem Hund ins Gleisbett gefolgt und dort von einem Triebwagen erfasst worden war, berührt die Leute. Folgerichtig warnt indes die Bundespolizei, sich in brenzlige Situationen an Bahnanlagen zu begeben.

„Reisende kürzen immer wieder über die Gleise ab, anstatt vorhandene Treppen oder Tunnel zu nutzen. Autofahrer umkurven selbst geschlossene Halbschrankenanlagen, um zügig auf die andere Seite zu gelangen und Kinder halten die Gleisanlagen für einen tollen Abenteuerspielplatz“, zählt Meik Gauer nur einige Unsitten auf. Durch dieses Fehlverhalten komme es leider immer wieder zu tragischen Ereignissen, wie der Sprecher der Bundespolizei bestätigt. Insbesondere nimmt er Erwachsene wegen der Vorbildwirkung in die Pflicht. „Wir appellieren an die Erziehungsberechtigten, mit ihren Kindern zu sprechen und ihnen die Gefahren zu verdeutlichen“, sagt der Beamte. Der Bremsweg eines Zuges könne je nach Geschwindigkeit mehrere hundert Meter betragen. Nicht zu unterschätzen sei ferner die Sogwirkung vorbeifahrender Zügen, wie ein Unglück im November in Jüterbog gezeigt hatte. Es gilt Abstand zu halten, denn sonst werden Personen aus dem Gleichgewicht gebracht oder gar mitgerissen.

Die Deutsche Bahn-AG warnt nicht zuletzt davor, mit den Oberleitungen in Kontakt zu kommen. Vorigen Herbst war in Rathenow ein Jugendlicher einem Stromschlag zum Opfer gefallen.

Von René Gaffron

Potsdam-Mittelmark Wir-Verein veranstaltet Aktionstag auf dem Marktplatz in Bad Belzig - Mehr Zeit für jedes Kind

Die Spitzenverbände der freien Kitaträger veranstalten derzeit eine Kampagne zur Verbesserung des Personalschlüssels in märkischen Kindertagesstätten und Horten. Daran beteiligen sich die Stadt Bad Belzig sowie das Familienzentrum des Kinderfördervereins „Wir“. Sie haben für morgen Vormittag zum Aktionstag auf dem Marktplatz eingeladen.

06.05.2014
Potsdam-Mittelmark In Niederwerbig würdigt eine Frauenorte-Tafel Annemirl Bauer - Auf dem Dorf im inneren Exil

Das Pfarrhaus und der frühere Stall an der Dorfstraße waren für die Künstlerin und Regime-Kritikerin Annemirl Bauer in der DDR seit 1979 zum inneren Exil geworden. Nach der Flucht aus der Großstadt Berlin wurde dort der Wunsch vom Leben in der Natur Realität. Jetzt erinnert eine Frauenorte-Tafel an sie.

06.05.2014
Brandenburg/Havel Ribbeckscher Herrensitz in Bagow ist erster Gastgeber für Open-Air-Reihe - Mit Schwung in den Gutspark

Schwung müsste in den kommenden Wochen in die Beetzsee-Region kommen, Grund dafür ist eine Open-Air-Reihe, die es so noch nicht gegben hat. Hinter der musikalischen Windmaschine steckt der Pianist Frank Wasser, wohnhaft in Päwesin und selbst ein Fan des Hausgewässers.

08.05.2014