Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Zahl gefälschter Internetshops nimmt zu
Lokales Potsdam-Mittelmark Zahl gefälschter Internetshops nimmt zu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:15 21.11.2018
Laut Verbraucherzentrale Brandenburg nehmen gefälschte Shops im Internet weiter zu. Quelle: Jens Büttner/dpa
Bad Belzig

Rund 100 sogenannte Datenpannen sind der Landesbeauftragten für Datenschutz und Akteneinsicht, Dagmar Hartge, seit Mai dieses Jahres – also seit Inkrafttreten der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) – bereits gemeldet worden. Das hat Sprecher Sven Müller auf MAZ-Nachfrage mitgeteilt.

„Dabei handelt es sich keineswegs nur um Datenklau, sondern beispielsweise auch um den Verlust oder die unzulässige Weitergabe von Daten“, ergänzt Müller. „Die Fälle, in denen Fremdeinwirkung die Ursache für eine Datenpanne ist, erfassen wir statistisch nicht gesondert.“

Die DS-GVO sieht eine deutliche Verschärfung der Verpflichtung vor, die Aufsichtsbehörde im Falle eines Verstoßes gegen den Datenschutz zu informieren.

Unbefugt Kundendaten kopiert

„Beispielsweise meldete eine Kita den Diebstahl ihrer Digitalkamera mit den Fotos der Kinder, einige Bankkunden konnten beim Online-Banking die Kontoauszüge Dritter einsehen und bei einem Hackerangriff auf einen Webshop wurden Kundendaten unbefugt kopiert“, zählt Müller auf.

Nach einer Untersuchung der Organisation „Marktwächter Digitale Welt“ der Verbraucherzentrale Brandenburg sollen zudem schon 4,4 Millionen Menschen Opfer von so genannten Fake Shops im Internet geworden seien – also jenen gefälschten Shops, die auch im Namen von Klaus Wilke eröffnet wurden.

Umgehend Anzeige erstatten

Genaue Zahlen zum Identitätsdiebstahl im Internet bleiben auf Nachfrage bei der Polizei jedoch aus. „Statistische Daten dazu werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) nicht explizit ausgewiesen“, teilt Sprecherin Stefanie Klaus mit.

Wenn Nutzer beispielsweise feststellen, dass Unbekannte ihr Konto zum Versand von Spam-Mails nutzen oder die Zugangskennung zu sozialen Netzwerken nutzen, um beleidigende Nachrichten zu posten – dann sollten sie umgehend reagieren und Strafanzeige erstatten, rät Stefanie Klaus. „Wir werden daraufhin Ermittlungen zum Beispiel wegen des Verdachtes des Ausspähens von Daten oder der Computersabotage einleiten.“

Dafür seien zudem Angaben zur Straftat – Was ist passiert? Welcher Schaden ist entstanden? –, die genaue Tatzeit, Bildschirmfotos von besuchten Internetseiten oder die Angabe von Adressen von gefälschten Webseiten notwendig.

Info: Mehr unter: www.polizei.brandenburg.de.

Von Josephine Mühln

Freude Schenken kann so einfach sein. Noch bis Ende November können Päckchen für bedürftige Kinder in Moldawien abgegeben werden. Das sind die Sammelstellen in und um Bad Belzig.

23.11.2018

Planer gaben jetzt erste Details zur Erweiterung der Tank- und Rastanlage Buckautal bekannt. Für die Anwohner des Dorfes Köpernitz steht vor allem ein ausreichender Lärmschutz ganz oben auf ihrer Liste.

20.11.2018

Am Ende entscheidet das Land: Eine Zentralisierung der Kreisverwaltung in Beelitz-Heilstätten bedeutet nicht automatisch das Aus für Bad Belzig als Kreissitz. Das stellte Innenminister Karl-Heinz Schröter klar.

20.11.2018