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Potsdam-Mittelmark Zehn Prozent mehr Blutspender
Lokales Potsdam-Mittelmark Zehn Prozent mehr Blutspender
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15:01 30.12.2015
Schwester Regina Bartsch (Hintergrund) freut sich über jeden Spender. Dirk Schenke (vorn) kam zum ersten Mal. Quelle: Uwe Klemens
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Treuenbrietzen

„Wenn man auf so einfache Weise helfen kann, ist das eine schöne Sache“, sagt Nadine Schulze. Am Dienstagabend gehört die 31-jährige zu den gut 50 Spendern, die im Treuenbrietzener Bürgerhaus „Alte Feuerwehr“ für andere Menschen Blut spenden. Auf die Idee gebracht hat die Zeudenerin ihre Mutter. „Sie ist schon früher Dauerspenderin gewesen, irgendwann bin ich einfach mitgegangen“ sagt sie. Inzwischen hängt Schulze das fünfte Mal an der Nadel.

Stolz auf die starke Mama

Neugierig schaut nun ihre eigene Tochter Leonie zu, wie Teamschwester Regina Bartsch mit geübtem Griff die Kanüle legt und das Blut durch dünne, durchsichtige Schläuche in das sterile Plastiksäckchen rinnt. Vorstellen, später selbst einmal Blutspenderin zu werden, kann sich die Sechsjährige aber nicht. „Ich habe Angst vor dem Schmerz“, gesteht sie schüchtern. Das Traubenzuckerbonbon, das ihr Schwester Regina lachend herüberreicht, nimmt sie aber gern. Vielleicht hilft der ja später einmal dem eigenen Mut auf die Sprünge. „Ich bin stolz, dass meine Mama so stark ist“, verrät sie zum Abschied.

Noch nicht so viel Erfahrung wie seine Vorgängerin auf der Liege hat Dirk Schenke, der zum ersten Mal darauf Platz nimmt. Neugierig lässt er sich von Regina Bartsch die Details der Blutabnahme erläutern – und was mit dem Lebenssaft hinterher genau geschieht. Seiner Frage, wie viel seines Blutes abgenommen wird, lässt die Fachfrau eine medizinische Sondervorlesung über Blutaufbau, -gerinnung und -weiterverarbeitung folgen. Dass die 500 Milliliter in seinem Beutel am Ende der Kette mit dem Blut anderer Spender vermischt werden, um den idealen Thrombozyten-Mix zu erhalten, ist für den 32-jährigen Treuenbrietzener neu.

Zwischen den Jahren hat’s gepasst

„Eigentlich wollte ich schon länger zur Blutspende gehen, hatte aber nach der Arbeit nie Zeit dafür, weil die Familie zu Hause wartete oder die Tochter noch aus der Kita abgeholt werden musste. Jetzt zwischen den Feiertagen hat es gepasst.“

Zehn Prozent mehr Spender als üblich zählt Regina Bartsch. „Viele haben dann Urlaub, weil in der Firma nicht gearbeitet wird. Und vielleicht spielt ja auch der Gedanke eine Rolle, am Jahresende noch schnell etwas Gutes zu tun, sagt die Schwerster.

Für Manuela Zimmermann aus Pechüle spielt dieser Gedanke das ganze Jahr über eine Rolle. Neunzehn Spenden stehen mittlerweile in ihrem gelben Ausweis, den jeder Blutspender erhält. „Blut gibt es eben nicht einfach so als Konserve bei Aldi. Und ich selbst habe durch die Blutuntersuchung regelmäßig die Kontrolle, dass alles in Ordnung ist.“

Von Uwe Klemens

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