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Potsdam-Mittelmark Zerbrochene Flasche in die Brust gerammt
Lokales Potsdam-Mittelmark Zerbrochene Flasche in die Brust gerammt
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08:00 19.05.2017
Beide Mehrgeschosser in Teltow werden derzeit von Asylbewerbern bewohnt. Eines der beiden Häuser soll in den kommenden Wochen geräumt werden, weil der Mietvertrag ausläuft. Quelle: Julian Stähle
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Teltow

Ausnahmezustand im Teltower Asylbewerberheim in der Potsdamer Straße: Am Mittwochabend gegen 22 Uhr kam es zwischen zwei Asylbewerbern zunächst zu einem Streit. Dann gerieten die zwei Heimbewohner nach Polizeiangaben in eine körperliche Auseinandersetzung. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei schlug ein 27-jähriger Asylbewerber aus Eritrea dabei mit einem Ast auf einen 29-Jährigen aus Kenia ein. Dieser konnte den Schlag abwehren und griff anschließend nach einer kaputten Flasche, die bei dem verbalen Streit zu Bruch gegangen war. Er verletzte den 27-jährigen Mann damit im Brustbereich – die Verletzung soll nicht lebensbedrohlich sein. Der Verletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Berlin gebracht.

Rettungshubschrauber in Teltow: Der Notarzt war schnell zu Stelle. Die Verletzungen des 27-Jährigen sollen nicht lebensbedrohlich sein. Quelle: Julian Stähle

Die Polizei nahm den 29-Jährigen vorläufig fest. Er wurde in den Gewahrsam der Polizeiinspektion Potsdam gebracht. Die Ermittlungen zu der gefährlichen Körperverletzung dauern noch an.

Gegen 22 Uhr traf die Polizei am Ort des Geschehens ein. Sie nahm den Täter fest und brachte ihn nach Potsdam. Quelle: Julian Stähle

Bereits im Mai 2015 war das Teltower Flüchtlingsheim in die Schlagzeilen geraten. Damals hatte ein 35-jähriger Somalier, der dort untergebracht war, einen 21-jährigen Heimbewohner so schwer mit dem Messer verletzt, dass dieser starb. In einem aufsehenerregenden Prozess wurde der Täter später zu elf Jahren Gefängnis verurteilt.

Dass die Teltower Flüchtlingsunterkünfte im Vergleich zu Heimen in anderen mittelmärkischen Kommunen besonders durch Gewalttaten auffallen, kann Kai-Uwe Schwinzert aber nicht bestätigen. Der Landkreis ist Träger der Heime. „Längeres Zusammenleben auf engem Raum kann immer wieder zu Problemen führen“, so der Kreis-Sprecher. Nach seinen Angaben leben in den beiden Mehrgeschossern in Teltow derzeit insgesamt rund 350 Menschen. Eines der beiden Häuser mit rund 200 Bewohnern werde aber in den kommenden Wochen geräumt, weil der Mietvertrag ausläuft. Die Geflüchteten kommen dann in der Oderstraße unter.

Von Jürgen Stich und Julian Stähle

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