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Potsdam-Mittelmark Zeugen der Bronzezeit entdeckt
Lokales Potsdam-Mittelmark Zeugen der Bronzezeit entdeckt
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18:19 03.11.2016
Bei Erdarbeiten für einen neuen Aussichtspunkt im Schlossgarten Petzow wurden Zeugen aus der Bronzezeit entdeckt. Foto: Greiner
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Petzow

Lange hat der drei Hektar große Garten am Schloss Petzow im Dornröschenschlag gelegen. Doch seit dem ihn der ehemalige Rewe-Manager Klaus Kosakowski vor Jahren gekauft hat, ihn pflegt und nach historischem Vorbild gestalten lässt, wird die Anlage immer mehr zu einem Schmuckstück. Nun sind die von Kosakowski beauftragten Landschaftsgärtner bei Erdarbeiten für einen neuen Aussichtspunkt im Garten unweit des Uferweges am Schwielowsee auf eine außergewöhnliche Feuerstelle gestoßen. Das bestätigte der Eigentümer der MAZ. „Wir haben den Denkmalschutz und Archäologen informiert und wissen jetzt, dass es sich um eine Feuerstelle aus der Bronzezeit handeln muss“, sagt Kosakowski. „Archäologen schließen nicht aus, dass es annähernd 1000 bis 2000 Jahre vor Christi dort auch eine Vorratsgrube und möglicherweise eine kleine Siedlung gab, denn es wurden von den Archäologen auch Scherben vermutlich aus der Bronzezeit gesichert“, sagt der Gartenbesitzer. Er will mit einer Erinnerungstafel und einer Probe der uralten Asche am neuen Aussichtpunkt unmittelbar an der Schlossgartenmauer auf den Fund aufmerksam machen.

Der Aussichtspunkt im Garten mit Blick auf den Schwielowsee soll gestaltet mit Rosen zu einem besonderen Anziehungspunkt im historischen Garten werden. In den vergangenen Monaten ließ der Eigentümer und große Gartenliebhaber bereits verschiedene Themengärten anlegen, nachdem er annähernd 80 Tonnen Müll aus der Erde entfernen lassen musste. „Doch nun geht es Stück für Stück voran. Trotz des trockenen Sommers ist die große Zierapfelhecke gut angewachsen. Und der Feengarten aus uralten Wurzeln hat schon deutlich Konturen angenommen“, sagt der große Naturfreund. Er ließ Winterlinden pflanzen, Erde an der Mauer anschütten, obendrauf thront das Spalierobst. Später sollen noch Rebstöcke hinzu kommen, der Lavendel ist schon gesetzt. Kosakowski hat sich für die Anlage in Petzow als Gärtnerin und Gestalterin keine Geringere als die Blumenspezialistin und Autorin Gabriella Pape auserwählt. Die gebürtige Hamburgerin studierte Gartenbau und Landschaftsarchitektur in Großbritannien. Sie gestaltet Gärten in aller Welt und will mit ihrer Königlichen Gartenakademie in Berlin den Deutschen wieder Lust aufs Gärtnern machen.

Der Eigentümer des Gartens zwischen See, Schloss und Bergers Sanddornhof hofft, in den nächsten Wochen die ersehnte Baugenehmigung vom Landkreis für die Gartengebäude in den Händen zu halten. Dem Bebauungsplan hatten die Stadtverordneten in Werder schon 2014 zugestimmt. Mit dem Garten will Kosakowski, zugleich Aufsichtsratsvorsitzer des Golf- und Country Clubs Seddiner See, dem Schloss sein grünes Schmuckstück zurückgeben und die gärtnerische Tradition in Petzow bewahren.

Der neue Eigentümer des Herrenhauses indes ließ in den vergangenen Monaten das Schloss sanieren. Die viele Jahre bröckelnde Fassade des Denkmals leuchtet bereits wieder im bekannten Ockergelb. Im nächsten Sommer sollen die ersten Bewohner in ihre Eigentumswohnungen einziehen können. Eigentlich hatten sich die Petzower und Werderaner ein Hotel gewünscht, doch für diese Investition im Herrenhaus der Familie von Kähne fand sich kein Investor. Einstiger Schlossherr Axel Hilpert ist noch immer ein Fall für die Justiz, seitdem ihm beim Bau des Resorts Schwielowsee Subventionsbetrug vorgeworfen wird.

Von Regine Greiner

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