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Potsdam-Mittelmark Zeuginnen im WG-Prozess droht Beugehaft
Lokales Potsdam-Mittelmark Zeuginnen im WG-Prozess droht Beugehaft
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20:57 28.07.2016
Justitia Quelle: dpa
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Wilhelmshorst

Das Urteil im Körperverletzungs- und Nötigungsprozess um die ehemalige Betreiberin einer Wohngemeinschaft für Mädchen und junge Frauen in Wilhelmshorst lässt auf sich warten. Weil zum vierten Verhandlungstag am gestrigen Donnerstag zwei Zeuginnen nicht erschienen waren, vertagte die Vorsitzende Richterin Constanze Rammoser-Bode die Verhandlung auf den 5.August.

Die Zeuginnen, ehemalige Bewohnerinnen der von Roswitha B. mit Erlaubnis des Landesjugendamtes betriebenen Einrichtung, waren fristgemäß geladen worden, aber laut Gerichtssprecher Wolfgang Peters zum wiederholten Male nicht erschienen. Falls sie auch dem nächsten Termin fernbleiben, müssen sie ein Ordnungsgeld von je 200 Euro zahlen oder ersatzweise vier Tage in Haft.

Insgesamt 18 Zeugen – zumeist Ex-Bewohnerinnen der Mädchen-WG und ehemalige Erzieherinnen – sind in dem Prozess laut Peters bislang gehört worden. Die Richterin schlug nun vor, auf die beiden letzten Zeuginnen zu verzichten. Der Verteidiger der Angeklagten, der Potsdamer Rechtsanwalt Steffen Voigt, stimmte allerdings nicht zu, auf die Zeugenvernehmung zu verzichten. Er führe eine Freispruchverteidigung, für die alle Zeugen benötigt werden, so Voigt.

Laut Anklage soll Roswitha B. die Mädchen, mit denen sie in der Villa Stinthorn zusammen lebte, über Jahre hinweg schikaniert haben. Sie soll die damals 13- bis 18-Jährigen unter anderem geohrfeigt, geschubst und an den Haaren gezogen haben. Ein Mädchen soll sie gezwungen haben, ein Pilzgericht zu essen, obwohl es keine Pilze mochte. Eine andere Jugendliche soll sie im Winter in Minirock, Trägertop und Pumps vor die Tür gesetzt haben. Die Angeklagte streitet alle Vorwürfe ab, schweigt aber vor Gericht.

Von Nadine Fabian

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