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Ziegelei ist wieder auf Erfolgskurs

Glindow Ziegelei ist wieder auf Erfolgskurs

Vor einem halben Jahr musste der Geschäftsführer der Neuen Ziegelmanufaktur in Glindow, Harald Dieckmann, die vorläufige Insolvenz anmelden. Mitarbeiter, Kunden und Partner blieben dem Traditionsunternehmen aber treu. Kein einziger Auftrag ist der Ziegelei verloren gegangen. Jetzt steht Markterweiterung auf dem Plan.

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Ziegeleimanufaktur in Glindow

Quelle: Luise Fröhlich

Glindow. Gute Nachrichten aus der Neuen Ziegelmanufaktur in Glindow: Das tiefe Tal der Insolvenz ist überwunden, wie Geschäftsführer Harald Dieckmann der MAZ mitteilte. Wegen schwachen Umsätzen im Winter und Nachzahlungen an das Finanzamt hatte der Betrieb Anfang März die vorläufige Insolvenz anmelden müssen. Im Nachhinein war diese Krise eine wertvolle Erfahrung: „Ich war überrascht, wie positiv unsere Geschäftspartner und Kunden reagiert haben“, so Dieckmann.

Ein einziger Auftrag stand auf der Kippe – der für das Rathaus in Stralsund, doch Anfang dieser Woche kam die Mitteilung, dass die Ziegelei den Zuschlag doch bekommen hat. „Das ist deshalb so erfreulich, weil der Auftrag einen großen Umfang hat“, sagt der Geschäftsführer. Den Absprung aus der Insolvenz zu schaffen vergleicht Dieckmann mit dem Kraftaufwand, eine neue Firma zu gründen. Momentan ist die Manufaktur gut ausgelastet und kann in der Regel in acht bis zehn Wochen liefern. Immer mehr Interessenten kommen unter anderem aus Dänemark.

Zuletzt hatte die Ziegelei dort einen Großauftrag für die Investmentfirma Kirk Kapital, die in der Hafenstadt Vejle ein Verwaltungsgebäude aus dem Wasser wachsen ließ. Es gab aber auch einen Vorauftrag für die Sanierung des Klosters im Schweizerischen Einsiedeln. Wer den Zuschlag bekommt, sei noch nicht entschieden. Für das kürzlich frisch sanierte Schloss Babelsberg wurden ebenfalls Bodenplatten, aber auch besondere aufgeschmolzene Materialien für die Wasserspiele aus der Glindower Manufaktur bestellt. Das Ziel des Geschäftsführers ist es jetzt, bei den modernen Gebäuden Fuß zu fassen und nicht mehr nur Ziegel für den Denkmalschutz zu produzieren. „Die Aufträge in diesem Bereich gehen nämlich zurück“, so Dieckmann.

Ringofen wird Teil einer besonderen Ausstellung

Von den 22 Mitarbeitern sind während der schwierigen wirtschaftlichen Situation zwei gegangen. „Ansonsten haben wirklich alle hinter uns gestanden und wir konnten die ganze Zeit über produzieren“, sagt der Eigentümer der Ziegelmanufaktur. 2004 hatte er das Unternehmen am Glindower See mit dem einzigartigen Hoffmannschen Ringofen gekauft.

Dieser Ringofen wird am Wochenende Teil einer besonderen Veranstaltung sein. Denn die Ziegelei wird Schauplatz für das Wirken von drei anerkannten Künstlern, die innerhalb von zwei Wochen Kunstwerke der zeitgenössischen Kunst erschaffen haben. Schon seit vier Jahren möchte Harald Dieckmann diese Ausstellung realisieren. Die Kunstwerke von Hella Berent, Chris Hinze und Johannes Pfeiffer sind geprägt von dem Ort, an dem seit mehr als 500 Jahren das Handwerk der Ziegelfertigung betrieben wird.

Info: Die Vernissage startet am Sonntag, 4. September, um 16 Uhr in der Alpenstraße 47 in Glindow.

Von Luise Fröhlich

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