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Ziegelwerk und Tagebau bleiben in Betrieb

Reetz Ziegelwerk und Tagebau bleiben in Betrieb

Die Hintermauerziegelproduktion in Reetz bleibt absehbar ohne Abstriche bestehen und die Pläne zur Tagebauerweiterung werden weiter verfolgt. Das hat die Geschäftsführung der Wienerberger-GmbH den knapp 50 Beschäftigten vor Ort erklärt. Dort gab es wegen der überraschenden Übernahme des Röben-Standortes durchaus Befürchtungen.

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Lorenz Bieringer (links) ist der neue Chef von Erhard Tauer im Hintermauerziegelwerk Reetz.

Quelle: René Gaffron

Reetz. Die Produktion von Hintermauerziegeln in Reetz soll soweit absehbar ohne Abstriche fortgeführt werden. Das hat Lorenz Bieringer bekräftigt. Der Geschäftsführer war unlängst mit Personalchefin Andrea Schumacher vor Ort und hat den Neuerwerb der Wienerberger-GmbH in Augenschein genommen. „Es gibt keinen Grund, das moderne Werk mit der motivierten Belegschaft zu schließen“, sagte er dieser Zeitung. Die überraschende Übernahme des Standortes zu Monatsbeginn hatte vor Ort allerdings durchaus für einige Befürchtungen bei den knapp 50 Mitarbeitern gesorgt.

Röben gab Werk nach 25 Jahren ab

Nach ziemlich genau 25 Jahren hatte sich die Röben-Klinkerwerke-GmbH dessen entledigt. Eine Begründung hat es aus der Unternehmenszentrale in Zetel (Niedersachsen) gegenüber der MAZ nicht gegeben. Dem Vernehmen nach konzentriert sich der bisherige Eigentümer mehr auf die Herstellung von Klinker-, Dachziegel- und Pflastersteinen und setzt augenscheinlich auf Expansion in den Vereinigten Staaten.

Die Kapazitäten zur Fertigung der mit Mineralwolle verfüllten 190 Millionen Ziegel (NF) pro Jahr kommen indes der Wienerberger-GmbH gelegen, wie es heißt. Sie bewertet die Absatzmärkte in Ostdeutschland und Polen positiv. Hierzulande herrscht Konjunktur auf dem Bau und im Nachbarland gibt es wie eh und je hohe Wertschätzung für Erzeugnisse aus Deutschland.

Keine größeren Investitionen vor Ort nötig

Derweil gilt die technische Ausstattung des Werkes als modern. „Deshalb werden derzeit keine größeren Investitionen vor Ort erforderlich sein“, schätzt Lorenz Bieringer ein. Statt dessen wird auf die Solaranlage zur Eigenstromversorgung als Ausweis für die Innovationskraft vor Ort verwiesen. In Zukunft kann Erhard Tauer sich mit elf weiteren Kollegen der anderen zur Gruppe gehörenden Werke über technische Lösungen austauschen und so womöglich Synergien nutzen. Der 60-Jährige steht seit Gründung und weiterhin in Reetz an der Spitze. Betriebsratsvorsitzender Enrico Friedrich soll in die Arbeitnehmervertretung des Gesamtunternehmens eingebunden werden, wie es heißt.

Indes hat die neue Geschäftsführung schon mit der Lokalpolitik erste Kontakte geknüpft. Das hat die Reetzer Ortsvorsteherin Marion Gante (FDP) bestätigt. Kommune und Unternehmern stehen im Informationsaustausch – auch weil die Erweiterung des Tontagebaus vorbereitet wird. Die Sicherung der Rohstoffgewinnung für weitere 20 Jahre einerseits und die Rekultivierung der bereits ausgebeuteten Flächen andererseits stehen im gegenseitigen Interesse auf der Agenda.

Von René Gaffron

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