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Ziesar: Ehrung für engagierten Dirigenten

Jugendblasorchester Ziesar: Ehrung für engagierten Dirigenten

Seit 20 Jahren ist Heiko Au beim Jugendblasorchester in Ziesar dabei. Er kümmert sich um die Ausbildung des Nachwuchses und dirigiert. Am Freitag zeichnete der Musikverein Ziesar Heiko Au für sein zwanzigjähriges Engagement um das Jugendblasorchester Ziesar mit einem goldenen Taktstock aus.

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 Vereinschef Manfred Geserick (rechts) übergibt an Heiko Au einen goldenen Taktstock für seine Arbeit in den letzten 20 Jahren.
 

Quelle: Zimmermann

Ziesar.  „Seid ihr bereit? Ich gebe zwei vor“, lautete der Aufruf von Heiko Au an die Orchestermitglieder des Jugendblasorchesters Ziesar am Freitagabend zur gemeinsamen Probe, bei der ihm auch eine besondere Ehre zuteil wurde.

 Der Klangkörper beginnt die Melodie zum Lied „Bis bald Auf Wiedersehen“ zu spielen. Nach wenigen Takten unterbricht Au das Geschehen und gibt an, welche Instrumente im Spiel nachbessern sollten. Beim zweiten Versuch zeigt sich der Dirigent Au zufrieden mit dem gemeinsamen Muszieren. Am Ende lobt er den Vortrag mit den Worten „jetzt waren keine falschen Töne zu hören“. Die Klarinettenspieler mussten ihre Passagen noch einmal wiederholen, ebenso die andere Instrumentenspieler.

Der erste Ton ist der wichtigste

„Der erste Ton ist ganz wichtig und der Rhythmus“, erklärte Au den Musikern. Die Orchestermitglieder nehmen die Hinweise gerne an. Seit zwanzig Jahren ist Heiko Au eine feste Größe im Jugendblasorchester Ziesar. Er kümmert sich um die Ausbildung des Nachwuchses und seit vielen Jahren hat er auch die Rolle des Dirigenten inne. Am Freitag bei der Probe in Grebs zeichnete der Musikverein Ziesar Heiko Au für sein zwanzigjähriges Engagement um das Jugendblasorchester Ziesar mit einem goldenen Taktstock aus.

Das Jugendblasorchester Ziesar kümmert sich neben vielen zahlreichen Auftritten auch um die musikalische Ausbildung des Nachwuchs. 1996 gab es keinen Ausbildungsleiter. Der Verein stellte damals beim Arbeitsamt den Antrag, dem Orchester einen geeigneten Musiker zur Verfügung zu stellen. „Wir bekamen eine Liste mit Musikern, darunter war Heiko Au. Wir nahmen Kontakt mit ihm auf und er stellte sich als geeignet heraus und begann am 1. April 1996 seine Tätigkeit“, sagte Vereinschef Manfred Geserick.

Vereinschef Manfred Geserick (rechts) übergibt an Heiko Au einen goldenen Taktstock

Vereinschef Manfred Geserick (rechts) übergibt an Heiko Au einen goldenen Taktstock.

Quelle: Zimmermann

Die Finanzierung seiner Personalstelle war ein schwerer Weg. Zu Beginn bestand die Möglichkeit dies über eine Jugendleiterstelle beim Kreisjugendring PM zu bekommen. Die Finanzierungsmöglichkeit fiel nach einigen Jahren weg. „Wir kämpften um die Stelle und spielten sogar vor dem ehemaligen Landrat Hubertus Kriesel. Auch vor dem Rathaus der Stadt Ziesar und in Belzig vor dem Kreistag machten wir aufmerksam auf die Problematik. Wir hatten Erfolg und wir wurden der Kreismusikschule „Engelbert Humperdinck“ des Landkreises Potsdam-Mittelmark angeschlossen“, sagte Manfred Geserick. Die Stelle konnte erhalten werden und den jungen Musikern gefiel die Arbeit mit Heiko Au.

Der damalige Dirigent Karl-Heinz Duschl gab aus persönlichen Gründen seinen Posten auf, so dass das Orchester ohne Dirigenten da stand. „Das Jugendblasorchester stand wieder vor einer schwierigen Aufgabe. Die Suche nach einem geeigneten Dirigenten stellte sich als schwierig heraus. Wir fragten Heiko Au“, erinnerte sich Geserick.

Dirigent ist ein schwieriger Job

„Erst wollte ich gar nicht diese Arbeit übernehmen. Ich habe mir die Arbeit als Dirigent nach und nach angenommen. Das Schwierigste an der Arbeit ist, den jungen und alten Musiker zu erklären, wie sie zu Spielen haben“, sagt Au. Jeder habe eine eigene Vorstellung von Musik, aber im Orchester müsse er diese Ideen unter einem Hut bringen. „Das Schönste bei diesem Beruf ist, dass ich dann gemeinsam mit den Musikern den Erfolg, den wir dann bei Auftritten haben, teilen kann“, sagte Au.

Heiko Au kam 1954 mit seinen Eltern von Lübeck nach Brandenburg. In der Musikschule erlernter er bereits als Jugendlicher Trompete zu spielen. Das ließ ihn nie mehr los. Nach dem Abitur begann er ein fünfjähriges Musikstudium an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin. Als ausgebildeter Musiker begann er bei der Nationalen Volksarmee im Musikkorps zu spielen, später bei der Bundeswehr. Seit 1996 ist er nun ein fester Bestandteil des Jugendblasorchesters. Mit dem Projekt „Musik baut auf“ kümmert sich Heiko Au seit 2012 auch um die musikalische Ausbildung der Kinder in Oberschule Ziesar und der Kita Villa Regenbogen. „Die Arbeit mit den Kindern gefällt mir sehr gut und die kleinen Musiker machen auch gut mit“, lobte der 65-Jährige die musikalische Ausbildung.

Von Silvia Zimmermann

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