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Ziesar Erinnerung an Konsum: Eine Banane für jeden
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Erinnerung an Konsum: Eine Banane für jeden
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11:06 28.10.2018
Erinnerung an die frühe Zeit der Dorfläden. Hier wird das lose Mehl noch in Tüten abgewogen. Quelle: Silvia Zimmermann
Ziesar

Eine lange Schlange von fast 100 Menschen bildete sich am Sonnabend vor dem Heimatmuseum der Stadt Ziesar. Grund dafür war die Ausstellungseröffnung zum Thema „Die Verkaufseinrichtungen der Stadt Ziesar und der umliegenden Orte.“ Irene Brenner, eine ehemalige Verkäuferin bei der Konsumgenossenschaft öffnete die Tür des Hauses und bat die Kunden in das Museum. Diese stürmten gleich in den kleinen Konsum, der im Museum aufgebaut war. „Heute gibt es Bananen, Kuchen und Obst. Wir können aber nur eine Banane pro Person abgeben“, gab Verkäuferin Irene Brenner den Kunden zu verstehen. Die Kunden nahmen es gelassen und fühlten sich wie ein bisschen in die Verkaufskultur der DDR zurückversetzt.

Für viele Besucher war die Eröffnung der Sonderausstellung ein Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen und Produkten aus der DDR-Zeit.

Der Kultur- und Heimatverein Ziesar sammelte mit Hilfe von ehemaligen Verkäuferinnen und Ziesaranern Bild- und Ausstellungsmaterial zum Thema. „Eine gelungene Ausstellung in die Vergangenheit von 1949 bis zur Eröffnung der Kaufhalle 1976 in Ziesar“, befand Rudi Luther. Luther war selbst viele Jahre beim Konsum angestellt und betrieb bis Februar 2018 einen Gemüseladen. Zur Eröffnung kamen auch viele ehemalige Verkäuferinnen wie Sieglinde Stahl, Otto Schulze (93)aus Dretzen oder Kurt Hannemann, der die Leitung des Filialbereiches Ziesar/ Wusterwitz der Konsumgenossenschaft innehatte. Aber auch Informationen zu den einstigen HO-Geschäften gab es zu sehen. Die Besucher stöberten in den Regalen und fanden viele mit der DDR verknüpfte Artikel.

Ein Wiedersehen gab es für die ehemaligen Konsum-Mitarbeiter Otto Schulze (l.) aus Dretzen sowie Kurt Hanneman und Rudi Luther (r.) aus Ziesar. Quelle: Silvia Zimmermann

 

In der Warenauslage befanden sich neben Nylonstrümpfen mit Naht, Handtücher, allerlei Putzmittel wie ATA, Seifen, Süßigkeiten, Konserven, Einwegringe, eben alles was es in den Geschäften zu kaufen gab. Unter den Konsumgütern war auch ein kurioses Stück. Es war ein elektrischer Hosenbügelfalter, sogar mit Garantieschein aus dem Jahr 1969. Die Ausstellungseröffnung fand im Rahmen des Aktionstages mittelmärkischer Museen statt.

Von Silvia Zimmermann

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