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Ziesar Einst aus der Not geboren –Töpfermarkt hat Jubiläum
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Einst aus der Not geboren –Töpfermarkt hat Jubiläum
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13:44 17.04.2019
Für jeden lässt sich etwas finden: Ostern erlebt der Görzker Töpfermarkt seine 25. Auflage. Quelle: Privat
Görzke

Der Töpfermarkt in Görzke erlebt seine 25. Auflage. Das bunte Treiben in der Breiten Straße ist zu Ostern nicht mehr wegzudenken. Dabei war es einst aus der Not heraus geboren. Das bestätigt Peter Ludwig, der Innungschef für Berlin und Brandenburg.

„Der Absatz in den Geschäften war Anfang der 90er-Jahre fast völlig zusammen gebrochen“, erinnert er sich. Wohl aber hatten die Kollegen bereits Märkte im Westen besucht und beschlossen daraufhin, selbst ein solches Ereignis auf die Beine zustellen. Der Förderverein Görzke hatte seine erste Feuertaufe und seine Veranstaltung gehört nunmehr zu den traditionsreichsten östlich der Elbe.

Zuerst ein buntes Durcheinander

„Damals gab es nur die Breite Straße – Töpfer, Handwerker und Gewerbetreibende boten im bunten Durcheinander ihre Waren feil. Heutzutage ist das alles etwas geordneter“, heißt es in der Ankündigung. Natürlich geht das nicht nicht auf Kosten der Vielfalt.

Denn nicht weniger als 69 verschiedene Töpfereien aus ganz Deutschland garantieren –neben den sechs einheimischen Betrieben – eine große Auswahl. Tassen, Teller, Töpfe,dazu Figuren und Dekoration in allen Größen, Formen und Farben werden angeboten.

Denn Selbstvermarktung ist nach wie vor von großer Bedeutung, wie Peter Ludwig bestätigt. Während der Einzelhandel weiter seinen Wandel erlebt, erfährt das Handwerk immerhin eine gewisse Wertschätzung.

Abendessen in der Gemeinschaft

„Wichtig ist mir außerdem die Harmonie“, sagt Per Ludwig. Alle Kollegen verstehen sich nicht nur prächtig, sondern lassen den ersten Markttag auch immer bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Dazu kommen die Töpfer dann in der Gaststätte „Zur Burg“ von Heiner Brüning zusammen.

Das ist bei den Treffen anderenorts nicht üblich. Dann lässt sich gewiss wieder manche Anekdote austauschen. Das Kunstgewerbe bleibt nicht das einzige Gesprächsthema.

„Egal, ob das Besucherherz für große Skulpturen oder feine Keramik schlägt – für jeden gibt es in Görzke die eine oder andere Kleinigkeit zu finden“, lautet das Versprechen für das Wochenende. Für manch einen sei es bereits zu einer Art Volkssport geworden, sich jedes Jahr eine neue Tasse vom Markt mit nach Hause zu nehmen – so lauten zumindest die Überlieferungen.

Nicht zuletzt weil das eine oder andere Exemplar zu Bruch gegangen ist. Das belebt –frei nach dem Motto „Scherben bringen Glück“ –das Geschäft. Immerhin muss dieses Jahr kein Sturm gefürchtet werden, der mitunter die Waren in Gefahr gebracht hat. Vielmehr ist schönstes Wetter zum Bummeln vorhergesagt.

Seit 25 Jahren herrscht zu Ostern Andrang auf der Breiten Straße in Görzke. Quelle: Privat

Viel anzubieten haben demnach ebenfalls die Mädchen und Jungen der Grundschule Görzke. Der Duft von selbst gebackenem Kuchen und frischem Kaffee – alternativ bestimmt auch wärmendem Tee – soll auf den liebevoll geschmückten Hof der Gemeindeverwaltung und ins Schülercafé locken. Ob drinnen oder draußen – dort kann sich jeder eine Pause gönnen.

Museen auf dem Handwerkerhof

Die weiteren ortsansässigen Gewerke präsentieren sich auf dem Handwerkerhof. Dort haben die Museen geöffnet und laden zu einem Rundgang ein. Und wenn alles bestaunt, besichtigt und eingekauft worden ist, dürfen sich die Gäste noch ein Päuschen gönnen. Heimische Bäcker, Fleischer, regionale Fischer, Käse- und Eismacher offerieren zur Stärkung allemal Gaumenfreuden für jeden Geschmack.

Töpfermarkt am Sonnabend und Sonntag, 10 bis 18 Uhr, in der Breiten Straße in Görzke.

Von René Gaffron

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