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Ziesar Granaten-Fund hält Görzke in Atem
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Granaten-Fund hält Görzke in Atem
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12:27 18.05.2018
Die Polizei in Görzke am Einsatzort. Ein Teil der Breiten Straße wurde bis in den Abend voll gesperrt. Quelle: Thomas Wachs
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Görzke

Der Fund einer Handgranate in einem Wohnhaus hat in Görzke am Donnerstag einen Einsatz von Spezialkräften der Polizei ausgelöst. Das Haus ist von zwei tschetschenischen Familien bewohnt. Die insgesamt 16 Personen haben dort seit Oktober 2016 Quartier in der August-Bebel-Straße im Obergeschoss des früheren Kaufhauses „Einkaufsquelle“.

„Gefunden hatten zwei neun und zehn Jahre alte Kinder der Familie die Granate bereits am Dienstag beim Spielen auf dem Hof zur Breiten Straße hin hinter einem Hoftor“, erklärt Polizeihauptkommissar Guido Blank gegenüber der MAZ. Die Kinder trugen sie mit ins Haus.

Der Fund einer Handgranate auf dem Hof an der Breiten Straße in Görzke löste am Donnerstag einen Polizeieinsatz aus. Quelle: Thomas Wachs

Am Donnerstag fand sodann ein 20-jähriger Bruder die Granate im Hausflur. Er alarmierte gegen 15 Uhr die Polizei. Sie rückte mit 13 Einsatzkräften an, darunter zehn Leute der Einheit für besondere Dienste, und sperrte die Breite Straße im Abschnitt des Hofes bis zum Abend voll.

Die freiwillige Feuerwehr war ebenfalls alarmiert worden. Ihr Gerätehaus liegt direkt am Einsatzort an der Bebelstraße. „Wir haben unsere Räume für die Familien zur Verfügung gestellt sowie Sitzgelegenheiten und Wasser angeboten“, sagte der stellvertretende Wehrführer Detlef Debriel. Circa 15 Mann waren im Einsatz.

Im Haus der ehemaligen „Einkaufsquelle“ in Görzke haben Kinder mit einer Handgranate gespielt.   Quelle: Thomas Wachs

Von der Polizei angefordert wurde zudem die USBV-Einheit für unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen. Die Spezialisten des Munitionsbergungsdienstes aus Eberswalde wurden am Abend erwartet. Sie sollten untersuchen, ob es sich um eine echte Granate handelt oder womöglich um eine Attrappe, wie sie zu DDR-Zeiten auch im Sportunterricht von Schulen verwendet wurde.

Woher die Granate stammt und wer sie auf den Hof gebracht hat, ist unklar. „Wir können auch einen politischen Hintergrund nicht ausschließen“, sagte Einsatzleiter Guido Blank der MAZ. Kriminalisten befragten die Familien noch am frühen Abend. Das Haus durfte nicht mehr betreten werden.

Die Bewohner schilderten den Ermittlern, bislang keinerlei Probleme im Töpferort Görzke zu haben. Dort seien sie gut aufgenommen worden, erzählt einer der Brüder gegenüber der MAZ. Auch Nachbarn loben das „unkomplizierte Zusammenleben“ mit den Flüchtlingsfamilien.

Von Thomas Wachs

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