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Ziesar Hip-Hopper finden IKTB cool
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15:48 11.07.2018
Beim Hip-Hop-Workshop in Ziesar. Quelle: Frank Bürstenbinder
Ziesar

IKTB –wieder so eine sperrige Abkürzung für die integrative Kindertagesbetreuung von Mädchen und Jungen in der Schule. Früher auch Hort genannt. Doch die Ferienkinder in Ziesar gehen mit dem Fachchinesisch locker um. Wie es sich eben für coole Hip-Hopper gehört, moven sie durch die Flure und steppen auf der Treppe. Zwischen den Reimen erklingen immer wieder die Buchstaben IKTB. Ein Loop, in den alle einstimmen. Wer hätte solch eine Begeisterung für möglich gehalten?

Liebeserklärung an die Schule

Sophia, Amy, Marcus, Carlo, Mia und die anderen acht Grundschüler haben aus dem IKTB-Fimmel kurzerhand einen Beat produziert. Das passierte in einem dreitägigen Workshop mit dem Berliner Rapper Markus Gram, der bei seinen Fans in der Musikszene besser als LMNZ (Elements) bekannt ist. Der Gast ist sogar Deutscher Botschafter für die EU-Kommission im Projekt „Jugend in Bewegung“. Mit seiner Kunst war er schon weltweit unterwegs. Zwei Alben hat er bisher herausgebracht.

Herausgekommen bei dem Sprechgesang ist eine Liebeserklärung an die eigene Schule und die vor zwei Jahren eingeführte Ganztagsbetreuung, die in Ziesar zu einer Erfolgsgeschichte wurde. In den Reimen tragen die Kinder vor, was ihnen im Haus gefällt.

Rapper Markus Gram in Ziesar. Quelle: Frank Bürstenbinder

Zum Beispiel textete Paul Jape aus Buckau: „Ich bin Paul/Und bei uns gibt’s keine Nackenschelle/sondern das passende Wort/zur richtigen Stelle“. Eine klare Absage an Mobbing und Gewalt, beides gehört zum Glück nicht zum Alltag an der Thomas-Müntzer-Schule. Ganz easy sieht die Bücknitzerin Sophia Benkendorf ihre Zeit in der IKTB: „Warum strengt ihr euch so an/und rennt rum/ich spiele entspannt Tischkicker/ und lach mich krumm.“

Noch nie von Ziesar gehört

„Es ist toll, wie die Kinder mitmachen. Mit Musik lässt sich vieles ausdrücken. In unserem Lied geht es nicht um Frust und Gangster-Rap, sondern um positive Erlebnisse, Integration und Hilfsbereitschaft unter Schülern“, berichtet Markus Gram. Der Neuköllner hat vor seinem Workshop noch nie etwas von Ziesar gehört, doch war er gerne einer Einladung von IKTB-Leiter Philipp Kikels gefolgt. Schließlich hat der Rapper, Produzent und studierte Tontechniker schon über 600 Hip-Hop-Workshops geleitet.

Was der Rapper aus Berlin mit den Ziesaraner Ferienkindern und Erzieherin Patricia Heidecke einstudiert hat, wurde auf einem mit Musik hinterlegten Video festgehalten. Der Film ist nach seiner Bearbeitung im Studio unter anderem auf dem Internetportal der Thomas-Müntzer-Oberschule mit Grundschule zu sehen.

Es hat Spaß gemacht

Über seinen Aufenthalt in Ziesar zieht Markus Gram ein positives Fazit: „Etliche Teilnehmer sind selbstbewusster geworden. Und wir haben Talente entdeckt.“ Die Grundschüler hat der Rapper mit dieser Einschätzung auf seiner Seite. „Wir haben mitgemacht, weil wir neugierig waren. Und Spaß hat es außerdem gemacht“, waren sich die Zwillinge Mia und Michel Jänicke aus Viesen einig.

Von Frank Bürstenbinder

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